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Rendite mit gutem Gewissen: Grüner, besser und profitabler als die Deutsche Bank

| Quelle: DER AKTIONÄR | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Die Bankenbranche genießt nicht unbedingt den allerbesten Ruf. Gut, dass es auch positive Ausnahmen gibt.

Die Umweltbank trägt den grünen Geist nicht nur im Namen, sondern hat den Umweltschutz auch in ihrer Satzung festgeschrieben. Finanziert werden ausschließlich nachhaltige Zukunftsprojekte, etwa Solar- und Windkraftanlagen, umweltfreundliche Bauprojekte und ökologische Landwirtschaft. Konventionelle Kraftwerke, Waffen und anderweitig umweltschädliche oder sozial unverträgliche Projekte sind dagegen tabu. Privatkunden mit grünem Gewissen werden von dem Institut mit Sitz in Nürnberg bereits seit 1997 mit ökologischen Spar- und Anlageprodukten versorgt. Angesichts des wachsenden Umweltbewusstseins vieler Menschen ist das heute aktueller denn je.

DER AKTIONÄR hat beim Unternehmen nachgefragt: Wirkt sich diese Entwicklung auch auf das operative Geschäft der Umweltbank aus? „Natürlich freut es uns, dass wir mit unserem Geschäftsmodell den Nerv der Zeit mehr denn je treffen“, sagt Vorstandsmitglied Goran Bašić. „Wir sehen in den letzten Monaten durchaus eine höhere Nachfrage nach unserem Angebot. Unsere Halbjahreszahlen bestätigen diese positive Entwicklung.“

Starkes erstes Halbjahr

In den ersten sechs Monaten konnte die Umweltbank ihr Geschäftsvolumen um 4,9 Prozent auf 4,3 Milliarden Euro steigern. Die Bilanzsumme stieg um 5,3 Prozent auf knapp 3,9 Milliarden Euro. Das Halbjahresergebnis stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sogar um 23,1 Prozent auf 15,3 Millionen Euro. Durchaus beachtlich, wenn man bedenkt, dass viele große Banken in Deutschland und Europa unter dem anhaltenden Niedrigzinsumfeld und Konjunktursorgen leiden.

 „Die Umweltbank befindet sich auf einem nachhaltigen Wachstumskurs und trotzt damit der Niedrigzinsphase. Dabei profitieren wir besonders von unseren schlanken Strukturen“, sagt Bašić und verweist auf die Aufwand-Ertrag-Relation von 36,2 Prozent. Zum Vergleich: Bei der Commerzbank lag die Aufwandsquote im zweiten Quartal bei 77,6 Prozent, bei der Deutschen Bank sogar bei 112,6 Prozent.

Anders als die großen Institute setzen die Nürnberger nicht auf Einsparungen und Stellenstreichungen, im Gegenteil: „Den strukturellen Herausforderungen der Bankenbranche begegnen wir insbesondere durch Investitionen in die Digitalisierung von Prozessen und in neue Talente“, so der Vorstand gegenüber dem AKTIONÄR.

Nikolas Kessler

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