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Rheinmetall: Panzer-Problem Ade, Aktie kaufenswert

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Der Automobilzulieferer und Rüstungskonzern Rheinmetall hat am Donnerstag robuste Geschäftszahlen präsentiert. Inzwischen haben zahlreiche Analysten ihr Anlagevotum überarbeitet und auch bei Pannenpanzer und Sorgenkind der Bundeswehr, dem Schützenpanzer Puma, zeichnet sich nach etlichen Problemen nun endlich ein Licht am Ende des Tunnels ab. 

Der von zahlreichen technischen Problemen geplagte Schützenpanzer Puma ist nach Einschätzung der Bundeswehrführung nun gefechtstauglich. Generalleutnant Alfons Mais, Inspekteur des Heeres, kündigte am Donnerstag an, 40 hochgerüstete Fahrzeug mit Besatzungen als deutschen Beitrag zur schnellen Eingreiftruppe der Nato (VJTF) 2023 zu melden. Als nächster Schritt und für die Erfüllung von Bündnisverpflichtungen sei es nötig, 266 einsatzbereite Puma in der sogenannten Konfiguration VJTF aufzustellen.

"Der Puma ist signifikant verbessert. Die Stabilität der Waffenanlage ist deutlich besser. Das Gesamtsystem ist runder und das Zusammenspiel der Komponenten hat sich deutlich stabilisiert", so Mais. Das von Krauss-Maffei Wegmann (KMW) und der Rheinmetall Landsysteme GmbH (RLS) entwickelte und produzierte Gefechtsfahrzeug hatte als "Pannenpanzer" Schlagzeilen gemacht. "Während der Einsatzprüfung im Juli 2020 wurden am Schützenpanzer Puma teilweise erhebliche Mängel festgestellt, die Fähigkeiten des Systems waren deutlich eingeschränkt", schrieb das Heer.

Das sagen die Analysten 

Die Privatbank Berenberg hat die Einstufung für Rheinmetall auf "Buy" mit einem Kursziel von 110 Euro belassen. Die Jahreszahlen des Rüstungskonzerns und Autozulieferers hätten an die Gründe erinnert, warum die Aktie ins Depot gehöre, schrieb Analyst George McWhirter in einer am Freitag vorliegenden Studie. Der positive Investmentansatz drehe sich weiter um die positiven Aussichten in der Rüstungssparte. Die Aktien blieben unterbewertet.

Etwas zurückhaltender ist hingegen das Analysehaus Independent Research. Das Zahlenwerk für das vierte Quartal sei gemischt ausgefallen, äußerte Analyst Sven Diermeier. Der Ausblick auf das laufende Jahr sei umsatzseitig unter seinen Erwartungen geblieben, liege ergebnisseitig aber darüber. Der Dividendenvorschlag habe ihn derweil deutlich positiv überrascht. Folglich beließ Diermeier die Einstufung auf "Kaufen", senkte das Kursziel jedoch von 102 auf 101 Euro. 

Deutlich steigende Kurse erwarten hingegen die Commerzbank und die Deutsche Bank. Während letztere die Aktie bei 120 Euro fair bewertet sieht und nach wie vor zum Kauf rät, traut die Commerzbank den Rheinmetall-Papieren einen Kurs von 130 Euro zu. Das endgültige Zahlenwerk für das vierte Quartal habe positiv überrascht, schrieb Analyst Sebastian Growe. Der Ausblick des Rüstungskonzerns und Autozulieferers für 2021 sei etwas besser als erwartet ausgefallen. Als Konsequenz hob der Analyst das Kursziel von 120 auf 130 Euro an und beließ die Einstufung auf "Kaufen".

Das macht die Aktie von Rheinmetall 

Am Freitag legte die Rheinmetall-Aktie zeitweise um 0,3 Prozent auf 86,56 Euro zu. Damit verharrt das Papier weiter unter dem Widerstand bei 88 Euro. Gelingt ein nachhaltiger Sprung darüber, könnte sich die jüngste Aufwärtsbewegung weiter fortsetzen. Gemessen am Kursziel von Independent Research bei 101 Euro hat die Aktie derzeit noch ein Aufwärtspotenzial von rund 14 Prozent. 

Sechs-Monats-Chart Rheinmetall (in Euro)
Mit Material von dpaAFX.
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