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Rheinmetall: Robuste Zahlen, steigende Dividende, neue Deals

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Der Rüstungskonzern und Autozulieferer Rheinmetall will nach den Corona-Belastungen im vergangenen Jahr 2021 wieder wachsen. Umsatz und Rendite sollen klar zulegen, wie der MDax-Konzern -2,38% am Donnerstag bei der Vorlage ausführlicher Jahreszahlen mitteilte. Unternehmenschef Armin Papperger erhofft sich auch von der kürzlich eingeführten neuen Organisationsstruktur für die kommenden Jahre Wachstumsimpulse.

Papperger betonte auf der Bilanz-Pressekonferenz, dass das operative Ergebnis 2020 trotz der Einbußen das drittbeste in der jüngeren Unternehmensgeschichte gewesen sei. Zudem habe auch die Liquidität des Konzerns nicht gelitten und der Auftragsbestand sei auf ein Rekordniveau von über 13 Milliarden Euro geklettert.

Starke Ziele 

Bei den Erlösen erwartet Rheinmetall 2021 eine Steigerung um 7 bis 9 Prozent, nachdem der Konzernumsatz 2020 wegen der Pandemie-Folgen um 6 Prozent auf rund 5,9 Milliarden Euro gefallen war. Vom Umsatz sollen 8 bis 9 Prozent als operativer Gewinn hängen bleiben. Im Vorjahr war die Marge wegen des von der Krise massiv betroffenen Automotive-Geschäfts um 0,8 Prozentpunkte auf 7,3 Prozent gesunken. Unter dem Strich brach das Ergebnis nach Steuern vor allem aufgrund hoher Abschreibungen in der Autozulieferung auf 1 Million Euro ein. Im Jahr zuvor hatte Rheinmetall noch ein Plus von 354 Millionen Euro erzielt

Neue Deals 

Für Papperger bleibt der Verteidigungsmarkt ein zentraler Wachstumstreiber. Das Geschäft mit Schützen- und Kampfpanzern, Radfahrzeugen, Lkw und Munition erwies sich auch im Corona-Jahr als Stabilitätsanker. Weitere mögliche Deals seien in der Pipeline oder stünden kurz vor dem Verkündung, sagte Papperger.

Wie bereits bekannt, will Rheinmetall im Zuge einer strategischen Neuausrichtung weg vom Verbrennungsmotor und sein Geschäft mit Rüstungs- und Sicherheitstechnik ausbauen. Der Konzern baut seine bisher zweigliedrige Struktur um und teilt sich in fünf Divisionen unter direkter Führung durch den Konzernvorstand auf. Die bisherige organisatorische Trennung der Autozuliefer- und der Rüstungssparte entfällt damit, der technologische Austausch zwischen den einzelnen Divisionen soll forciert werden. Laut Papperger sind die Kosten für den Umbau der Organisationsstruktur minimal, auch sei in diesem Zusammenhang kein großer Stellenabbau vorgesehen. 

Das sagen die Analysten 

Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat Rheinmetall nach detaillierten Jahreszahlen auf "Buy" mit einem Kursziel von 142 Euro belassen. Der Rüstungskonzern und Autozulieferer habe mit seinem operativen Ergebnis (Ebit) 2020 die Konsensschätzung leicht übertroffen, schrieb Analyst Chris Hallam in einer am Donnerstag vorliegenden Studie. Zudem liege auch die Mitte der Zielspanne für 2021 leicht über den Erwartungen.

Das macht die Aktie von Rheinmetall

An der Börse kamen die Nachrichten gut an, die Rheinmetall-Aktie -2,73% notierte am frühen Abend um rund 1,6 Prozent höher bei 86,54 Euro. Seit Jahresbeginn haben sich die Papiere jedoch um 0,4 Prozent verbilligt. Trost könnte nun die geplante Dividendenzahlung spenden: Die Aktionäre sollen für 2020 eine Dividende von 2,00 Euro je Aktie erhalten, das sind zwar 40 Cent weniger als ein Jahr zuvor, aber mehr als Analysten erwartet hatten. Rheinmetall begründete den Dividendenvorschlag mit der "robusten Finanz- und Ertragslage des Konzerns".

Sechs-Monats-Chart Rheinmetall (in Euro)
Mit Material von dpaAFX.
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