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Rheinmetall: Weniger Verbrenner, mehr Elektro

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Fünf agile Divisionen statt zwei Sparten – damit will sich Rheinmetall zukunftsfest machen und das Wachstum ankurbeln. Zuletzt konnten diese Nachrichten die Aktie wieder antreiben.

Rheinmetall hat ein schweres Jahr hinter sich: Obwohl die Rüstungssparte einmal mehr beim Umsatz und operativen Ergebnis kräftig zulegte und sich in der Pandemie als Stabilitätsanker erwies, konnte sie die Probleme des Autogeschäfts nicht auffangen. Bereits vor der Krise hatten die Düsseldorfer Schwierigkeiten mit der mauen Autokonjunktur, ehe Corona dann mit Wucht zuschlug.

Ungeachtet der Corona-Belastungen blickt Konzernchef Armin Papperger optimistisch nach vorne. Der Manager sieht Rheinmetall für die künftigen Herausforderungen gewappnet und will das brummende Geschäft mit Rüstungs- und Sicherheitstechnik ausbauen.

Neue Konzernstruktur

Helfen soll dabei eine neue Konzernstruktur. Die bisherige Aufteilung in die zwei Sparten Rüstung und Automotive entfällt, stattdessen gibt es nun fünf Divisionen unter direkter Führung des Konzernvorstands. Das soll helfen, den technologischen Austausch zwischen den Bereichen zu forcieren.

Die Neuausrichtung führt das Unternehmen auch weg vom Verbrennungsmotor. So will Papperger sich vom Kolbengeschäft in der Autozulieferung trennen. Denn: Die Nachfrage sinkt perspektivisch, weil diese Teile in Elektroautos nicht mehr gebraucht werden. Dem Manager zufolge gibt es bereits etliche Interessenten für das Kolbengeschäft.

Während der Anteil des klassischen Autozuliefergeschäfts also sinken soll, geht Papperger davon aus, dass Themen wie Elektromobilität in Zukunft von zentraler Bedeutung sein werden. Entsprechend soll ihr Anteil am Geschäft steigen.

Wieder auf Wachstumskurs

Mittelfristig sieht der Konzernchef Rheinmetall auf Wachstumskurs. Der Umsatz im Kerngeschäft soll bis 2025 auf rund 8,5 Milliarden Euro steigen, die mittelfristige Ergebnisrendite wird bei mindestens 10 Prozent erwartet.

Dabei kalkuliert der Manager für 2021 bereits mit einer Erholung von Umsatz und operativer Marge nach dem Corona-Knick 2020 auf Erlöse von knapp 5,9 Milliarden Euro bei einer Marge von 7,3 Prozent.

Das macht die Aktie von Rheinmetall

Ein stark aufgehelltes Börsenumfeld trieb die Aktie von Rheinmetall -0,07% bis Januar auf gut 94 Euro nach oben und damit bis knapp unter das Vor-Krisen-Niveau. Seither tun sich die Papiere mit der Richtungssuche schwer, Anleger warten auf frische Impulse.

Mit Material von dpaAFX.
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