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Rocket Internet bald nicht mehr an der Börse

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Rocket Internet strebt ein Delisting an. Investoren die seit dem Börsengang 2014 dabei sind drohen nun hohe Verluste. Denn die Samwer-Brüder wollen nur 18,57 Euro pro Aktie zahlen – sogar weniger als der aktuelle Preis.

Der Kapitalmarkt habe als Finanzierungsmöglichkeit für das Unternehmen an Bedeutung verloren, teilte Rocket Internet am Dienstag mit. Die Abwesenheit vom Aktienmarkt mit seinen Berichtspflichten und der Vielzahl von Inhabern soll den Besitzern um die Samwer-Brüder einen langfristigeren Unternehmens-Kurs ermöglichen.

Rocket versucht, den Eigentümern mit 18,57 Euro ihre Aktien billiger abzukaufen, als sie am Montagabend – also vor der Bekanntgabe der aktuellen Pläne – mit 18,95 Euro zu haben gewesen waren. Die Aktionäre glauben offenbar daran, dass das Unternehmen eine Schippe drauflegt: Im frühen Handel am Dienstag legte die Aktie von Rocket Internet -0,11% um 1,3 Prozent auf 19,20 Euro zu.

Der gebotene Preis entspreche dem volumengewichteten Durchschnittskurs der letzten sechs Monate, argumentiert Rocket. Die Corona-Krise hatte den Kurs im März auf 16 Euro einbrechen lassen, was den Durchschnitt nach unten drückt. Sollte die Bafin einen höheren Mindestpreis errechnen, werde dieser maßgeblich sein, hieß es weiter.

Zum Vergleich: An die Börse gegangen war Rocket Internet 2014 zu 42,50 Euro pro Aktie. Zeichnern der Papiere, die sie bis heute gehalten haben, drohen also hohe Verluste.

Auf einer außerordentlichen Hauptversammlung am 24. September sollen die Rocket-Aktionäre über den Einzug der im Rahmen des Delistingprozesses zurückgekauften Aktien entscheiden. Parallel beschloss Rocket Internet ein Aktienrückkaufprogramm zum Erwerb von bis zu 8,84 Prozent des Grundkapitals über die Börse.

Rund die Hälfte an Rocket Internet halten die Samwer-Brüder, größtenteils über das Vehikel Global Founders GmbH. Diese Aktien sollen nicht angedient werden. Der Konzern hält mit 1,9 Milliarden Euro genug Bargeld, um den Rückkauf der übrigen eigenen Papiere zu stemmen.

Mit Material von dpaAFX.
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