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Rocket Internet: Geht bald der Treibstoff aus?

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Der Wert der Beteiligungen von Rocket Internet hat sich im letzten Quartal des abgelaufenen Geschäftsjahres deutlich erhöht und dem Start-Up-Investor einen deutlichen Gewinnanstieg beschert. Doch durch die Corona-Krise könnten nun schwerere Zeiten anbrechen.

"Die negativen Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Weltwirtschaft und das Geschäftsjahr 2020 sind derzeit noch nicht konkret abschätzbar", hieß es im Geschäftsbericht des MDAX-Konzerns. "Zu den möglichen Auswirkungen auf den Konzern zählen zum Beispiel ein geringeres Umsatzwachstum der Netzwerkunternehmen und ein im Vergleich zu den Vorjahren höherer Prozentsatz von Unternehmen, die ihre Geschäftstätigkeit einstellen oder regional begrenzen müssen."

Gewinnanstieg im vergangenen Jahr

Das Geschäftsjahr 2019 brachte dem Start-up-Investor noch einen Gewinnanstieg. Das Ergebnis legte vor allem wegen der zum Jahresende gestiegenen Bewertung von Beteiligungen um 43 Prozent auf 280 Millionen Euro zu. Rocket Internet verfügte Ende März über liquide Mittel von 2,1 Milliarden Euro – rund 500 Millionen Euro weniger als noch am 8. November. An eigene Beteiligungen hat Rocket Kredite in Höhe von 600 Millionen Euro ausgereicht.

Wichtige Beteiligungen haben sich gut entwickelt

Im vergangenen Jahr hätten sich die von Rocket als besonders wichtig deklarierten Beteiligungen gut entwickelt und hätten im vierten Quartal operativ alle die Gewinnschwelle erreicht, hieß es vom Konzern.

Bei dem auf Schwellenländer ausgerichtete Online-Modehändler Global Fashion Group +6,10% wuchs der Umsatz auf Jahressicht um 17 Prozent und verbesserte die operative Marge von minus 4 auf minus 3 Prozent.

Die Erlöse des Online-Möbelhändlers Home24 -1,18% wuchsen um 20 Prozent, während sich die Marge nach minus 13 Prozent im Vorjahr auf minus 8 Prozent verbesserte.

GFG hatte vor zwei Tagen bereits mitgeteilt, die eigene Prognose für 2020 einzustampfen, weil die Nachfrage ab Mitte März in vielen Ländern deutlich eingebrochen war. Zudem musste die börsennotierte Gesellschaft Standorte in Argentinien und den Philippinen vorübergehend schließen. An der Global Fashion Group hält Rocket 18 Prozent der Anteile, an Home24 elf Prozent.

Das macht die Aktie von Rocket Internet

Der Aktienkurs von Rocket Internet +0,44% rutschte nach einem positiven Start schnell ins Minus und verlor zuletzt rund ein Prozent auf 18,60 Euro. Der Wertverlust infolge der Corona-Krise ist bei dem Berliner Konzern lange nicht so ausgeprägt wie bei anderen Unternehmen – seit dem 24. Februar hat die Rocket-Aktie gerade einmal etwas mehr als zehn Prozent verloren. Von Kursen wie im Sommer 2018, als die Aktie zeitweise mehr als 30 Euro gekostet hatte, ist das Papier aber dennoch weit entfernt.

Mit Material von dpaAFX.
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