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Rocket Internet: Gemischte Gefühle nach Quartalszahlen

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Anleger von Rocket Internet sind besorgt: Denn die Corona-Krise schlägt sich negativ auf die Bewertungen der Beteiligungen durch. Doch es gibt auch Lichtblicke in der Quartalsbilanz – Home 24 und GFG haben sich operativ stark entwickelt.

Der Start-Up-Investor rechnet nach einem Quartalsverlust wegen der Corona-Krise vorerst mit einer weiterhin negativen Entwicklung. Bei "sehr vielen" Unternehmen aus dem Portfolio des Konzerns sei die Ungewissheit infolge der Covid-19 Pandemie stark gestiegen, sagte Rocket-Chef Oliver Samwer. Dies wirke sich negativ auf die Bewertungen und das operative Ergebnis aus. "Wir denken, dass dies kurz- und mittelfristig so bleiben wird."

Bei vielen seiner Netzwerkunternehmen erwartet Rocket Internet 2020 ein geringeres Umsatzwachstum und teilweise starke Umsatzrückgänge im Vergleich zum Vorjahr. "Die Covid-19-Pandemie könnte erhebliche negative Auswirkungen auf das gewährte Darlehensportfolio haben", heißt es im Quartalsbericht. Deren Höhe könne man allerdings nicht vorhersagen.

Hohe Verluste trotz operativer stärke der ausgewählten Unternehmen

Im ersten Quartal musste Rocket Internet trotz gewachsener Umsätze bei seinen Beteiligungsunternehmen Home24 -1,71% und Global Fashion Group -9,34% wie angekündigt einen Nettoverlust von 162 Millionen Euro verbuchen. Ein Jahr zuvor hatte hier noch ein Gewinn von 140 Millionen gestanden. Der Verlust vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen wuchs von 13,5 auf 48,9 Millionen Euro. Ende April verfügte Rocket Internet über eine Nettoliquidität von 1,9 Milliarden Euro.

Home24 und GFG entwickelten sich aber gut. Home24 steigerte den Umsatz im ersten Quartal 2020 um 14 Prozent auf 103 Millionen Euro. Die bereinigte EBITDA-Marge verbesserte sich von minus 16 Prozent vor Jahresfrist auf minus 3 Prozent.

GFG steigerte den Umsatz um 8 Prozent auf 271 Millionen Euro. Die bereinigte EBITDA-Marge lag bei minus 8,3 Prozent, eine Verbesserung von 1,5 Prozentpunkten.

Das macht die Aktie von Rocket Internet

Anleger reagierten mit gemischten Gefühlen auf die Zahlen. Auf der einen Seite verunsichern die niedrigenren Bewertungen der Beteiligungnen – auf der anderen Seite entwickeln sich die zwei wichtigsten Beteiligungen Home 24 und GFG operativ gut. Die Aktie von Rocket Internet +0,56% reagiert auf die verhaltenen Zahlen mit einem leichten Minus von 0,4 Prozent auf 18,23 Euro.

Der Wertverlust infolge der Corona-Krise ist bei dem Berliner Konzern damit lange nicht so ausgeprägt wie bei anderen Unternehmen – seit dem 24. Februar hat die Rocket-Aktie gerade einmal etwas mehr als zehn Prozent verloren. Von Kursen wie im Sommer 2018, als die Aktie zeitweise mehr als 30 Euro gekostet hatte, ist das Papier aber dennoch weit entfernt.

Mit Material von dpaAFX.
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