DAX®15.459,75+1,34%TecDAX®3.525,62+0,24%Dow Jones 3034.200,67+0,48%Nasdaq 10014.041,91+0,11%
finanztreff.de

Royal Dutch Shell: Das sind gute Nachrichten

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Wegen fallender Ölpreise gibt auch die Shell-Aktie am Freitag leicht nach. Dabei kann der Ölkonzern Shell durchaus mit zwei starken Neuigkeiten punkten: So hat das Unternehmen zuletzt eine weitere Übernahme verkündet und will zudem in Deutschland mit der Produktion nachhaltiger Flugkraftstoffe beginnen.

Wie der Energiekonzern mitteilte, will Shell das Kölner Unternehmen Next Kraftwerke übernehmen, um  seine Position auf dem Strommarkt weiter auszubauen. Das Start-up ist einer der größten Betreiber sogenannter virtueller Kraftwerke, wobei Wind-, Solar- und Biogasanlagen vernetzt sind. 

Next Kraftwerke steuert europaweit mehr als 10.000 Anlagen und setzt den erzeugten Strom im Auftrag der Kunden auf den Großhandelsmärkten ab. Vorbehaltlich der Genehmigung der Kartellbehörden erwartet Shell der Abschluss des Vertrages mit Next Kraftwerke für das zweite Quartal 2021. Angaben zum Kaufpreis wurden nicht gemacht. 

Produktion von Flugkraftstoffen geplant

Zudem will der Ölkonzern in Deutschlands größter Raffinerie Rheinland nachhaltige Flugkraftstoffe herstellen. Dazu soll bis 2025 eine kommerzielle Bio-Power-to-Liquid-Anlage (PTL) gebaut werden, wie die Hamburger Shell Deutschland Oil GmbH am Freitag in Köln mitteilte. Darüber hinaus soll die Kapazität der Wasserstoff-Elektrolyse-Pilotanlage am Standort Wesseling nahe Köln noch vor 2025 auf 100 Megawatt verzehnfacht werden.

Shell kündigte an, bei der EU und in Deutschland Fördergelder zu beantragen. Zu den Kosten äußerte sich der Konzern nicht. "Wir werden diese Investitionsbeträge (...) nicht präzise beziffern", sagte Shell-Deutschland-Chef Fabian Ziegler.

Synthetische Kraftstoffe gelten als Hoffnungsträger zur Reduzierung des Kohlendioxid-Ausstoßes vor allem in der Luftfahrt. Die PTL-Anlage soll eine Kapazität von zunächst 100.000 Tonnen pro Jahr haben. Bei der Produktion von Kerosin und Rohbenzin soll sie die CO2-Emissionen im Vergleich zu herkömmlichen Produkten um mehr als 80 Prozent senken. Für die Produktion sollen grüner Strom und Holzreststoffe als Biomasse eingesetzt werden. 

Das macht die Aktie von Royal Dutch Shell

Die Shell-Aktie notierte -0,27% am Freitag zeitweise rund 1,3 Prozent tiefer bei 16,98 Euro. Grund dafür waren in erster Linie schwächere Ölpreise: Diese hatten sich am Freitag etwas von den einjährigen Höchstständen entfernt, die sie am Donnerstag erreicht hatten. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete gegen Mittag 66,01 US-Dollar. Das waren 87 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für amerikanisches Erdöl der Marke West Texas Intermediate (WTI) fiel um 1,08 Dollar auf 62,45 Dollar.

Sechs-Monats-Chart Royal Dutch Shell A (in Euro)
Mit Material von dpaAFX.
Schlagworte:
, , , ,
Werbung

Das könnte Sie auch interessieren

News-Suche

Suchbegriff:

Aktuelle Videos

HSBC Trading TV

Werbung

Trading-Tipp

Börsen & Märkte

US-Marktüberblick

zur Mediathek
Werbung

Werbung
Diese Seite empfehlenschliessen
Interessant, oder?
Teilen Sie diese Seite auf Facebook oder Twitter
Wenn Sie auf die Teilen-Buttons klicken und sich bei den Betreibern einloggen, werden Daten an den jeweiligen Betreiber übermittelt. Bitte beachten Sie die Datenschutzerklärung.
Aktuelle Umfrageschliessen
Wie, glauben Sie, wird der DAX am Ende dieser Woche - KW 16 - stehen?
Jetzt abstimmen!
Alle Umfragen ansehen