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RWE-Ausblick lässt Anleger in Scharen fliehen

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Was das RWE-Management 2020 in Aussicht stellt, schmeckt den Anlegern überhaupt nicht – und verschreckt im bereits tiefroten und hochnervösen Gesamtmarkt zusätzlich. Die RWE-Aktien sackten zeitweise über 13 Prozent bis auf 23,91 Euro ab.

Der Energiehandel hat RWE 2019 noch ein starkes Jahr beschert. Im wichtigen Segment hat der Konzern sein operatives Ergebnis mehr als verdreifacht. Allerdings ist das Handelsgeschäft sehr schwankungsanfällig und schwer vorherzusehen, weshalb das Ergebnis der Sparte für 2020 eher konservativ geschätzt wird.

Der Blick in die Zukunft enttäuscht also: Für 2020 peilt das RWE-Management ein Ebidta zwischen 2,7 und 3,0 Milliarden Euro an. Auf Pro Forma Basis lag das operative Ergebnis im abgelaufenen Geschäftsjahr knapp über 3 Milliarden. Marktexperten hatten sich mehr erhofft.

Auch die angepeilte Dividende liege mit 85 Cent unter den Erwartungen, schrieb ein Händler. Für 2019 ist eine Dividende von 80 Cent geplant – das wäre noch eine Erhöhung von 10 Cent gegenüber dem Vorjahr.

Das sagen die Analysten

Analysten sprachen mit Blick auf den aktuellen Geschäftsbericht zwar von starken Ergebniszahlen 2019, kritisierten aber unter anderem die Dividende. Auch den Geschäftsausblick nannten einige "schwach".

Analyst Ahmed Farman von der Investmentbank Jefferies etwa schrieb: Der Mittelwert der von RWE für 2020 angegebenen Spanne für das Nettogewinnziel habe die Marktschätzung um 3 Prozent und der für 2022 habe sie sogar um 8 Prozent verfehlt.

Ähnlich sah dies auch Goldman-Sachs-Experte Alberto Gandolfi. Er rechnet nun damit, dass die Konsensschätzungen sinken. Etwa die Hälfte des Abschlages dürfte dem geringer als erwarteten operativen Ergebnis aus dem althergebrachten Stromerzeugungsgeschäft, also etwa Kohlekraftwerken, geschuldet sein, ergänzte er dazu. Von daher sei dies aber ein leicht mildernder Faktor, denn strukturelle Bedenken im Kerngeschäft Erneuerbare Energien sehe er nicht.

Das macht die RWE-Aktie

Dividende und Ausblick stoßen Anlegern sauer auf – die Aktie von RWE +0,27% verlor im frühen Handel über 13 Prozent und markierte damit ein neues Tief bei 23,91 Euro. Bis zum Mittag erholten sich die RWE-Aktien zwar etwas, büßten jedoch immer noch 10 Prozent auf 24,95 Euro ein, während der DAX rund 6 Prozent verlor.

Im vergangenen Jahr waren die RWE-Papiere nach Jahren der Schwäche und eines dann folgenden Auf und Abs durchgestartet: Mit einem Plus von etwas mehr als 44 Prozent waren sie 2019 nach MTU und Adidas am drittstärksten im DAX gewesen und hatten ihren Wert im neuen Jahr dann sogar nochmals um ein Viertel gesteigert.

Mit Material von dpaAFX.
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