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RWE: Das steckt hinter der grünen Strategie

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

RWE hat sich neue Ziele zum Ausbau der Alternativen Energien gesetzt und will dafür Milliarden investieren. Ein Langfrist-Plan, der nicht nur den Analysten gefällt.

Wenige Tage nach der Q3-Veröffentlichung legte RWE-Chef Markus Krebber auf dem Kapitalmarkttag seine Strategie bis 2030 vor. Und die hat ein klares Ziel: Grün werden – und das schneller als bislang geplant. Das Portfolio an Alternativen Energien soll bis zum Ende des Jahrzehnts auf 50 Gigawatt anwachsen. Pro Jahr will RWE dafür im Schnitt 2,5 Gigawatt zubauen, das sind zwei Drittel mehr als bislang angestrebt.

Daran hängt natürlich ein Preisschild. Pro Jahr will Krebber durchschnittlich fünf Milliarden Euro brutto in das Kerngeschäft investieren. Dieses umfasst bei RWE den Energiehandel, die Segmente Off- und Onshore von Wind und Solar sowie Wasser, Biomasse und Gas.

45 Prozent der Investitionssumme entfallen jeweils auf Projekte im Bereich Windkraft zu Wasser und zu Lande sowie in Solarenergie und Batterien. Die restlichen zehn Prozent fließen in flexible Erzeugungskapazitäten wie Gas und den Ausbau von Wasserstoff.

Direkte Effekte

Die Konzentration auf die Alternativen Energien soll sich im Ergebnis widerspiegeln. Bis 2030 soll sich das EBITDA im Kerngeschäft auf fünf Milliarden Euro verdoppeln. Und bis 2027 soll der hier entstehende Nettogewinn den fehlenden Anteil der Kohle- und Atomenergie komplett ersetzt haben, wo aktuell noch 40 bis 50 Prozent erwirtschaftet werden.

Den ersten Schritt hin zu einem Geschäft rein mit Alternativen Energien von RWE spiegelt auch die vom Management erhöhte Prognose für 2022 wider. Davon sollen auch die Aktionäre profitieren: Die prognostizierte Dividende in Höhe von 90 Cent je Aktie für das laufende Geschäftsjahr soll in den kommenden Jahren die Untergrenze bilden. Langfristig stellte das Management Ausschüttungen von 50 bis 60 Prozent des bereinigten Nettoergebnisses in Aussicht. Bislang waren nur mindestens 40 Prozent versprochen worden.

Analysten sind überzeugt

Mit der neuen Strategie konnte Krebber die Analysten bereits überzeugen. Die Reaktionen waren durchweg positiv. Der Energiekonzern habe einen klaren und unkomplizierten Plan skizziert, um weiterhin eine führende Rolle im Bereich der Alternativen Energien zu spielen, hieß es beispielsweise seitens Jefferies. Mit den langfristigen Zielen komme mehr Klarheit in das Wachstum der nächsten zehn Jahre.

Das macht die Aktie von RWE

Auch die Anleger teilen die Ansichten der Analysten. Nach dem Kapitalmarkttag am 15. November arbeitete die RWE-Aktie +1,76% wieder an einer Aufwärtsbewegung, konnte sich im schwachen Gesamtmarkt und der aufkommenden Zinsfantasie nicht durchsetzen. Auf Jahressicht steht für RWE damit weiterhin ein Minus von gut sechs Prozent.

Mit Material von dpaAFX.
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