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Salesforce: Erst Dow-Aufstieg – dann überragende Zahlen

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Ab Montag wird die Aktie von Salesforce im Dow Jones Industrial gelistet sein. Doch das ist nicht der alleinige Grund für die massiven Kursgewinne. Denn Salesforce hat starke Zahlen geliefert und schraubt nun die Prognose wieder hoch.

Im Ende Juli beendeten zweiten Quartal konnte Salesfoce Umsatz und Gewinn deutlich steigern. Der Umsatz kletterte um 29 Prozent auf 5,15 Milliarden Dollar – mehr als Analysten erwartet hatten. Der Quartalsgewinn stieg, auch dank einer Steuergutschrift, auf gut 2,6 Milliarden Dollar von 91 Millionen Dollar ein Jahr zuvor. Dies entsprach einem verwässerten Gewinn je Aktie von 2,85 Dollar.

Trotz der weltweiten Corona-Krise konnte der Spezialist für cloudbasierte Unternehmenssoftware mit seinem Angebot punkten. Zwischen Mai und Juli steigerte Salesforce seinen Umsatz in Amerika und Europa um etwas mehr als ein Drittel, in Asien um fast ein Viertel. Mit einem Anteil von rund 70 Prozent stehen Nord- und Südamerika weiterhin für den Hauptteil der Erlöse.

"Es erfüllt mich mit Demut, dass Salesforce eines der besten Quartale der Firmengeschichte hinter sich hat, obwohl mehrere Krisen unsere Gesellschaften auf der ganzen Welt deutlich belastet haben", kommentierte Vorstandschef Marc Benioff die Zahlen.

Prognose wird wieder erhöht

Nach dem besser als erwarteten Quartal sollen nun im Gesamtjahr bis zu 20,8 Milliarden Dollar (davor 20 Milliarden Dollar) erlöst werden. Dies wäre eine Steigerung von bis zu 22 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Die ursprüngliche Prognose von bis zu 21,1 Milliarden Dollar hatte das Unternehmen wegen der ungewissen Lage in der Pandemie nach dem ersten Quartal gesenkt. Der Gewinn je Aktie soll im laufenden Geschäftsjahr nun sogar eine Bandbreite zwischen 3,12 und 3,14 Dollar erreichen. Im Zuge der Krise war Salesforce nach dem ersten Quartal von leichten Verlusten im Gesamtjahr ausgegangen.

Analysten reagieren positiv

Marktbeobachter zeigten sich von den Salesforce-Zahlen angetan. Laut Brent Thill vom Analysehaus Jefferies haben die starken Resultate des Softwarespezialisten die Erwartungen übertroffen. Dazu kämen der angehobene Umsatzausblick für das kommende Jahr und die immer noch attraktive Bewertung der Aktie. Thill erhöhte daher sein Kursziel für die Papiere von 235 Dollar auf 285 Dollar und blieb bei einer Kaufempfehlung.

Analyst Mark Murphy von JPMorgan nannte das Unternehmen nach den Zahlen den "bahnbrechenden Pionier im Cloud-Computing". Salesforce sei zum Teil auch auf Kosten von "alteingesessenen Anbietern" und Wettbewerbern wie SAP, Oracle und Microsoft gewachsen. Diese dürften Salesforce aber dank Forschung und Entwicklung künftig bei deren Angeboten verstärkt Konkurrenz machen.

Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat das Kursziel für Salesforce von 220 auf 252 US-Dollar und schreibt, dass der US-Konzern bei der digitalen Transformation eine führende Stellung innehalte. Das Potenzial für profitables und nachhaltiges Wachstum sei gegeben.

Das macht die Aktie von Salesforce

Anleger ließen die Aktie im nachbörslichen US-Handel zeitweise um mehr als 15 Prozent steigen. Die Kursgewinne können sich im vorbörslichen Handel sogar noch ausbauen und die Papiere erreichten bei 249,50 Dollar ein neues Rekordhoch. Auch im regulären Handel am Dienstag stiegen die Aktien bereits um 3,6 Prozent gestiegen, da sie den Ölriesen ExxonMobil verdrängen und ab nächstem Montag im Dow Jones Industrial gelistet werden.

Mit Material von dpaAFX.
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