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SAP: Es gibt viel zu tun

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Europas größter Softwarehersteller hat bereits früh in der Corona-Pandemie wieder aufs Gleis gefunden. Zudem vollzog Vorstandschef Christian Klein mit einem Paukenschlag seinen ersten Strategieschwenk. Wie es bei SAP vor den Zahlen zum dritten Quartal am kommenden Montag (26. Oktober) aussieht, was die Analysten sagen und wie sich der Aktienkurs schlägt.

Klein hatte von SAP-Mitgründer und Aufsichtsratschef Hasso Plattner den Auftrag bekommen, die milliardenschweren US-Cloudzukäufe von Ex-Chef Bill McDermott stärker auf Linie zu bringen. 

Beim 8-Milliarden-Dollar-Deal des Marktforschers Qualtrics will der 41-jährige nun aber einen Umweg gehen und dem Unternehmen über einen US-Teilbörsengang eher noch mehr Freiheit geben. Das soll es Qualtrics auch ermöglichen, selber zuzukaufen, um die eigene Marktposition zu stärken. Doch auch bei SAP +1,05% soll Geld landen.

Details über den abzugebenden Anteil sowie den Zeitpunkt eines Börsengangs gibt es noch nicht, diese könnten aber jederzeit kommen. Im vierten Quartal will SAP auch wieder einen Kapitalmarkttag für Investoren und Analysten veranstalten, auf dem das Unternehmen über den Stand der mittelfristigen Ambitionen für 2023 informieren will.

Denn das ist die große Aufgabe noch aus der Zeit von McDermott: Das Unternehmen nach den Zukäufen wieder profitabler zu machen.

Um die mittelfristigen Margenziele zu erreichen, müssen die Cloudgeschäfte noch deutlich mehr Gewinn abwerfen. SAP hat dazu schon einige Schritte getan, so laufen nun auch diejenigen Angebote mit der eigenen Datenbank Hana unter der Haube, die zuvor noch mit dem technischen Unterbau der Konkurrenz bestückt waren.

Das sagen die Analysten

Für das dritte Quartal rechnen Analysten mit einem leichten Umsatzanstieg, vor allem getrieben von den Erlösen mit Cloud-Abos. Das bereinigte operative Ergebnis dürfte etwa in gleichem Maße zulegen wie der Umsatz

Mohammed Moawalla von der US-Investmentbank Goldman Sachs empfiehlt bei einem Kursziel von 160 Euro den Kauf. Der Softwarekonzern dürfte auf dem anstehenden Kapitalmarkttag höhere Investitionen ankündigen, schrieb er jüngst. 

Stacy Pollard von JPMorgan liegt bei ebenfalls 160 Euro und rät zum Erwerb der Papiere. Achten sollten Investoren bei den anstehenden Quartalszahlen auf das Wachstum im Cloud- und Lizenzgeschäft, schrieb sie jüngst.

Das macht die Aktie von SAP

Auch an den erfolgsverwöhnten SAP-Anlegern war im Februar und im März der Cororna-Crash nicht vorbeigegangen. Der Kurs des wertvollsten deutschen Börsenkonzerns stürzte im Corona-Tief bis auf 82 Euro ab, vor dem Crash war das Papier fast 130 Euro wert gewesen. Mittlerweile haben sich die Wogen an den Märkten aber spürbar geglättet - in den Sommermonaten übersprang der Kurs im Sog der Tech-Rally an den US-Börsen sogar erstmals die 140 Euro. Zuletzt ging es aber wieder runter. Am Freitag notierte die SAP-Aktie zeitweise 0,27 Prozent im Plus bei 124,84 Euro. 

Zwölf-Monats-Chart SAP in Euro
Mit Material von dpa-AFX.
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