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SAP: Gleich zwei Überraschungen für Anleger

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Am Dienstag gibt es gleich zwei überraschende Neuigkeiten für SAP-Aktionäre: Co-Chefin Jennifer Morgan gibt ihren Posten nach nur einem halben Jahr wieder auf – und SAP erzielt im ersten Quartal einen Gewinn.

Morgan war im Oktober 2019 zusammen mit Christian Klein an die Spitze des größten Softwareherstellers Europas aufgerückt, nachdem sich Vorgänger Bill McDermott überraschend zurückgezogen hatte. Ihr Chef-Kollege Klein wird den DAX-Konzern künftig allein führen. Morgan wird SAP zum 30. April verlassen.

Damals hatte SAP die Doppelspitze als bewährtes Modell und bestens geeignet für den Konzern dargestellt. Nun hieß es, man kehre früher als geplant zu einem alleinigen Vorstandschef zurück, um eine starke, eindeutige Führungsverantwortung sicherzustellen. "Der Grund war der Ausbruch der Krise", sagte Klein. Zugleich stellte er klar: "Das war keine persönliche Sache." Morgan und er seien sich einig gewesen, dass die Doppelspitze aktuell nicht geeignet gewesen sei.

SAP erzielt im ersten Jahr einen Gewinn

Der 39-Jährige steht nun allein vor der Aufgabe, den Konzern durch die Corona-Krise zu führen. Trotz aller Schwierigkeiten hat SAP im ersten Quartal einen deutlichen Gewinn eingefahren. Zwischen Januar und März verdienten die Walldorfer 811 Millionen Euro. Vor einem Jahr war erstmals seit fast 17 Jahren ein Quartalsverlust in Höhe von 108 Millionen Euro angefallen, weil SAP viel Geld in einen Stellenumbau gesteckt hatte.

SAP hatte bereits vorläufige Zahlen vorgelegt und wegen der Corona-Krise seine Jahresprognose zusammenstreichen müssen. Der Umsatz war im ersten Quartal noch um 7 Prozent auf 6,5 Milliarden Euro gestiegen, gegen Ende hatte der Konzern aber schon die Auswirkungen der Krise zu spüren bekommen. Eine bedeutende Zahl von Neuabschlüssen sei verschoben worden, was sich vor allem in einem erheblichen Rückgang der Erlöse aus dem Verkauf von Softwarelizenzen widergespiegelt habe, hieß es.

Prognose bleibt verhalten

Finanzchef Luka Mucic zeigte sich für das Geschäft in China zwar zuversichtlich. Dort habe sich die Lage Ende März in der Vertriebspipeline schon wieder deutlich gebessert. Doch insgesamt werde sich das Umfeld im zweiten Quartal noch einmal eintrüben

Für das gesamte Jahr 2020 rechnet SAP nun mit einem Umsatz in der Größenordnung von 27,8 bis 28,5 Milliarden Euro (Vorjahr 27,6) und einem bereinigten Ergebnis vor Zinsen und Steuern von 8,1 bis 8,7 Milliarden Euro (Vorjahr 8,2).

Das macht die Aktie von SAP

Die Aktie von SAP -0,04% reagiert negativ auf den Rücktritt der Co-Chefin. Im vorbörslichen Handel gibt das DAX-Papier rund 2 Prozent nach auf 111,24 Euro. In einem schwachen Gesamtmarkt (DAX zuletzt minus 1,8 Prozent) relativiert sich der Kursverlust jedoch.

Der jüngste Aufwärtstrend der SAP-Aktie bleibt zudem vorerst intakt – auch wenn das Papier am Montag nicht genügend Stärke aufbringen konnte, um die 90-Tage-Linie bei 114,60 und die 200-Tage-Linie bei 114,29 Euro zu überwinden.


Mit Material von dpaAFX.
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