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SAP: Prestigeträchtiger Auftrag aus den USA?

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Der US-Wirtschaftssender CNBC hat unter Berufung auf eine interne Email an Google-Angestellte berichtet, dass die Kernfinanz-Systeme von Google sowie der Google-Mutter Alphabet im Mai von Oracle auf SAP-Software umgestellt würden. Das sorgt beim DAX-Schwergewicht SAP natürlich für sehr freundliche Kurse.

Zuvor hatte es ein wegweisendes Urteil für die Software-Branche gegeben. Das Oberste Gericht der USA hat am Montag einen Urheberrechtsstreit um das Smartphone-System Android zu Gunsten von Google +1,46% entschieden.

Oracle geht leer aus

Der Ausgang des jahrelangen Streits könnte es für Programmierer einfacher machen, bestehende Software-Schnittstellen wiederzuverwenden. Der Software-Konzern Oracle -1,14%, der von Google rund neun Milliarden Dollar an Entschädigungszahlungen forderte, geht damit leer aus.

Google hatte für Android etwas mehr als 11.000 Zeilen Software-Code der Programmiersprache Java verwendet. Es handelte sich dabei um Schnittstellen, die zur Ausführung bestimmter Funktionen dienen. Dank dieser Schnittstellen müssen Programmierer dafür nicht jedes Mal neuen Software-Code schreiben.

Oracle, das Java 2010 mit der Übernahme von Sun Microsystems gekauft hatte, hatte Google noch im selben Jahr verklagt. Der zuständige Richter entschied zunächst, dass die Java-Schnittstellen grundsätzlich nicht urheberrechtlich schützbar gewesen seien. In Berufungsverfahren wurde dieses Urteil jedoch gekippt.

Das macht die Aktie von SAP

Von dem CNBC-Bericht profitieren nach Ostern die Aktien des Software-Konzerns SAP -0,70%. Im Vergleich zum letzten Xetra-Schluss legen sie am Dienstag-Vormittag um gut zwei Prozent zu auf 109 Euro und gehören damit neben Auto-Aktien zu den stärksten Werten im DAX.

Mit dem Kursanstieg geht die SAP-Aktie wieder auf Kurs zu ihrem jüngsten Widerstand um die 110 Euro. Darüber könnte dann der Weg für weitere Gewinne frei sein. Im Fokus würde dann mittelfristig der Bereich um die 122 bis 123 Euro liegen. Darunter waren die Papiere im Oktober gefallen, nachdem der Konzern wegen Corona und den Kosten für die Ausrichtung auf das Cloud-Geschäft die Ziele gestutzt hatte. (Mit Material von dpa-AFX)

12-Monats-Chart SAP (in Euro, Xetra)
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