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SAP: Software-Dino wird zuversichtlicher

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Der Softwarekonzern SAP blickt nach einem vor allem vom Cloud-Geschäft getriebenen Start ins Jahr etwas optimistischer nach vorn. Wie das Unternehmen am Dienstagabend bekannt gab, dürfte die Cloud- und Softwareerlöse im laufenden Jahr währungsbereinigt bei 23,4 bis 23,8 Milliarden Euro landen, nachdem die Walldorfer im Vorjahr 23,2 Milliarden Euro erzielten. Damit erhöht der Konzern die erst Anfang März gegebene Prognose am unteren Ende der Spanne um 100 Millionen Euro. Das Betriebsergebnis soll hingegen weiter bei 7,8 bis 8,2 Milliarden Euro liegen. 

Bedingung für die Prognose bleibe jedoch ein Abklingen der Corona-Krise und darauf folgend eine Verbesserung der globalen Nachfrage im zweiten Halbjahr, erklärte SAP. Analysten waren für das erste Quartal weniger optimistisch als die vorläufigen Zahlen andeuteten. Für das Gesamtjahr gingen die Experten bisher davon aus, dass SAP das untere Ende der bisherigen Spanne erreichen wird.

Starke Q1-Zahlen 

Die Cloud- und Softwareerlöse stiegen im ersten Quartal währungsbereinigt im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreswert nur um sechs Prozent auf 5,43 Milliarden Euro. SAP verwies hierbei jedoch auf den starken Rückgang der Serviceerlöse durch den Verkauf der Kommunikationseinheit SAP Digital Interconnect. Das Betriebsergebnis legte nach vorläufigen Berechnungen währungsbereinigt um fast ein Viertel auf 1,74 Milliarden Euro zu. SAP schnitt damit nach eigenen Angaben besser ab, als Experten erwartet hatten.

Unter dem Strich stand ein Gewinn von etwas mehr als einer Milliarde Euro und damit rund ein Drittel mehr als ein Jahr zuvor. Die Corona-Pandemie hatte am Wachstum des Betriebsergebnisses laut Konzernangaben einen großen Anteil: Im vergangenen Jahr habe SAP bereits insgesamt etwa 36 Millionen Euro durch beispielsweise weniger Geschäftsreisen, geringere Gebäudekosten und virtuelle Veranstaltungen gespart. Weiter schlecht lief es hingegen bei der für Reise- und Kostenverwaltungsdienste zuständigen SAP-Tochter Concur, die durch die weltweiten Reisebeschränkungen belastet wurde. 

Das sagen die Analysten 

Jefferies-Analyst Julian Serafini blieb nach der nur "leichten Steigerung" der Prognose in einer ersten Einschätzung zurückhaltend: Anleger werden verstehen wollen, wie schnell der Umschwung vom Lizenz- zum Cloud-Geschäft verlaufen wird. Das Wachstum im Lizenzgeschäft im ersten Quartal passe nicht zu einem erwarteten starken Rückgang im Gesamtjahr.

Wesentlich optimistischer äußerte sich hingegen Andrew DeGasperi von der Privatbank Berenberg. SAP trete beim Cloud-Geschäft aufs Gas, schrieb er. Der Experte betonte hierbei sowohl den starken Anstieg des Auftragsbestands im Vergleich zum vierten Quartal, als auch den Wechsel des Internetriesen Google <US02079K107> weg vom großen US-Konkurrenten Oracle +2,91%

Das macht die Aktie von SAP

Die Eckdaten und die Prognose beflügelten am Mittwoch den Kurs der SAP-Aktie -0,46% . Zuletzt lag das Papier mit einem Plus von rund 4,5 Prozent auf knapp 117,46 Euro an der Dax-Spitze. Damit setzte sich die Erholung der vergangenen Wochen fort - der Kurs der SAP-Aktie war nach einer gekappten Prognose bis auf 90 Euro abgestürzt. Trotz des Aufwärtstrends der vergangenen Woche liegt der Kurs noch deutlich unter dem Rekordniveau von Anfang September 2020. Damals war der Kurs bis auf 143 Euro gestiegen.

Zwölf-Monats-Chart SAP (in Euro)
Mit Material von dpaAFX.
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