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SAP: Überraschende vorläufige Zahlen

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

SAP hat ein schwieriges Jahr mit einem besser als erwarteten Schlussquartal beendet – und die Anleger versöhnt. Im vorbörslichen Handel zieht die SAP-Aktie bis zu zwei Prozent an.

Das bereinigte EBIT lag zwischen Oktober und Ende Dezember mit 2,77 Milliarden Euro zwar rund 3 Prozent unter dem Vorjahreswert, wie SAP überraschend auf Basis vorläufiger Zahlen mitteilte. Das war aber deutlich besser als von Analysten geschätzt, weil vor allem die Lizenzverkäufe im vierten Quartal nicht so stark fielen wie in der Corona-Krise befürchtet. Der Umsatz insgesamt sank um 6 Prozent auf 7,54 Milliarden Euro.

Überraschender Ausblick

Den kompletten Finanzbericht legt SAP am 29. Januar vor. Die Walldorfer lieferten aber bereits den Ausblick auf das laufende Jahr:

Das Management um Vorstandschef Christian Klein hatte bereits im Oktober vor den Folgen der Pandemie gewarnt, die die Nachfrage bis mindestens zur Jahreshälfte belasten dürften. Nun rechnet der Konzern damit, dass die Erlöse mit dem Verkauf von Softwareabos und Lizenzen im Vergleich mit 2020 stagnieren oder maximal bis um währungsbereinigt 2 Prozent zulegen.

Zudem traut SAP der schnell wachsenden Software zur Nutzung über das Internet allerdings ein Wachstum von 13 bis 18 Prozent zu. Das bereinigte operative Ergebnis plant das Management mit 7,8 bis 8,2 Milliarden Euro ein - das wäre ein Rückgang zwischen einem und 6 Prozent. Mit den Werten liegt SAP wie von Experten erwartet.

Ein schwieriges Jahr für den Softwarekonzern

Das Unternehmen blickt auf ein problematisches Jahr zurück. Im Frühjahr bekam der Konzern erste Auswirkungen der Covid-19-Pandemie zu spüren. Dann musste auch noch Co-Chefin Jennifer Morgan nach nur rund sechs Monaten aus der Unternehmensspitze weichen.

Nachdem sich im dritten Quartal weitere Probleme abzeichneten, zog der nun allein amtierende Vorstandschef Christian Klein im Oktober bei den Jahreszielen sowie den mittelfristigen Prognosen für die Profitabilität die Handbremse und löste damit einen starken Kursrutsch der Aktie aus.

Das macht die Aktie von SAP

Insgesamt sollten die Resultate die Sorgen der Anleger mildern, dass SAP im Cloudgeschäft womöglich mehr Gegenwind spüre als die Konkurrenz, schrieb Analyst Andrew DeGasperi von der Berenberg in einer Studie. Auch der geplante Qualtrics-Börsengang gebe Auftrieb.

Die Papiere von SAP ±0,00% zogen daher trotz des konservativen Ausblicks für 2021 im vorbörslichen Handel um zuletzt 1,1 Prozent auf 105,10 Euro an. Damit hat sich die SAP-Aktie seit Mitte Dezember wieder über der 100-Euro-Marke etabliert.

Mit Material von dpaAFX.
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