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Sartorius: Mit Vollgas Richtung DAX

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Sartorius hat merklich von der Pandemie profitiert und kann sogar noch optimistischer in die Zukunft blicken. Das zahlt sich auch an der Börse aus: Der Pharma- und Laborausrüster hat inzwischen Aussicht auf den Aufstieg in den DAX.

Gerade in der Pandemie zahlte es sich für Sartorius aus, die Biotechnologie-Sparte weiter gestärkt zu haben. Denn bei der Suche nach wirksamen Medikamenten setzt die Wissenschaft zunehmend auf die Biotechnologie. Das gilt auch für die Forschung an einem Wirk- und Impfstoff gegen Sars-Cov-2.

Die Sparte bietet unter anderem Einweg-Materialien wie Bioreaktoren und Membranbeutel, aber auch Filtersysteme sowie Nähr- und Pufferlösungen für Zellkulturen an. Die Pandemie bescherte Sartorius 2020 einen Auftragsboom. Und auch in der Laborsparte, die Waagen, Pipetten und Verbrauchsmaterialien verkauft, sprang das Geschäft ab der zweiten Jahreshälfte kräftig an.

Anhaltendes Wachstum in Aussicht

Auch Übernahmen trugen im vergangenen Jahr erheblich zu dem Wachstumsschub bei. Das Management rechnet auch wegen der neuen Geschäftsteile in diesem Jahr mit einem Umsatzplus von bis zu 25 Prozent. Gleichzeitig erhöhte Sartorius seine Mittelfristziele bis 2025 und peilt inzwischen die Marke von rund fünf Milliarden Euro Umsatz an.

Analysten von Zukunft der Biotech-Sparte überzeugt

Analyst Markus Gola vom Analysehaus Stifel Europe hob sein Kursziel für die Sartorius-Aktien erst kürzlich von 430 auf 515 Euro an und löst damit an der Börse ein Rekordhoch aus. Der Experte begründete seinen Optimismus mit den Wachstumsaussichten der Biotech-Sparte.

Gola geht davon aus, dass der Bereich im ersten Halbjahr wegen der Suche nach einem Corona-Vakzin noch einen deutlichen Schub erhält, denn die Nachfrage nach Verbrauchsmaterialien steige. Sartorius biete hier ein breites und marktführendes Portfolio einschließlich überragender Lieferzeiten. Er hält es daher für möglich, dass Sartorius im Laufe des ersten sechs Monate die Prognosen für die Sparte noch anhebt.

Weit weniger angetan sind die Experten der UBS: Sie rufen mit 324 Euro eines der niedrigsten Kursziele aus. Die Produktion des Corona-Impfstoffs sei zwar durchaus ein Argument für die Papiere des Laborausrüsters. Die Bewertung mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 80 sei jedoch in Frage zu stellen.

Das macht die Aktie von Sartorius

Der Höhenflug der Sartorius-Aktien -0,65% hat sich in den vergangenen Monaten und Wochen beschleunigt – die Kurse kletterten von einem Rekord zum nächsten. Am Montag kostete die Vorzugsaktie zeitweise 492,20 Euro und damit so viel wie noch nie.

Damit wird Sartorius an der Börse inzwischen mit mehr als 30 Milliarden Euro bewertet und ist nach Airbus -1,10% und Siemens Healthineers -0,63% der schwerste Titel im MDAX. Das Göttinger Unternehmen zählt daher zu den Kandidaten für den DAX-Aufstieg, wenn der deutsche Leitindex im Herbst von 30 auf 40 Mitglieder aufgestockt wird.

Mit Material von dpaAFX.
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