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Sartorius: Starke Zahlen, aber schwacher Ausblick

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Sartorius hat auch im zweiten Jahr der Pandemie stark abgeschnitten. Der Pharma- und Laborausrüster profitiert derzeit erheblich von der Nachfrage von Impfstoff- und Testherstellern. Doch auch das Basisgeschäft abseits Corona floriert. Positiv hinzu kommen Zukäufe. Im neuen Jahr rechnet der Konzern zwar mit weniger Wachstum als bisher, angesichts des kräftigen Umsatzsprungs in 2021 spricht Konzernchef Joachim Kreuzburg jedoch von "nicht unanspruchsvollen" Zielen, wie er am Donnerstag vor Journalisten betonte. Gleichzeitig wird der Konzern auch mittelfristig optimistischer.

Sartorius-Lenker Kreuzburg wies darauf hin, dass die beiden vergangenen Jahre für die Firma "außergewöhnlich" gewesen seien. 2021 kletterte der Erlös vorläufigen Berechnungen zufolge im Jahresvergleich um knapp 48 Prozent auf 3,45 Milliarden Euro, der Auftragseingang wuchs um gut die Hälfte. Der Corona-Beitrag zum Umsatzplus habe jedoch mit 16 Prozentpunkten eine "verstärkende, aber keine dominante Rolle" gespielt, betonte der Manager erneut. Das größte Wachstum sei aus dem Basisgeschäft gekommen.

Starkes Gewinnwachstum 

Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) erhöhte sich um fast 70 Prozent auf rund 1,18 Milliarden Euro. Unter dem Strich blieb ein bereinigter Gewinn von 553 Millionen Euro übrig nach 299 Millionen Euro in 2020.

Abflachende Wachstumsdynamik erwartet 

Nach dem Umsatz- und Ertragssprung in 2021 rechnet der Konzern nun für das neu angelaufene Geschäftsjahr zwar mit einer nachlassenden Wachstumsdynamik, aber immerhin soll der Erlös um 14 bis 18 Prozent anziehen – bei einer bereinigten Ebitda-Marge "auf dem hohen Niveau des Vorjahres von etwa 34 Prozent". Dabei soll das Wachstum in diesem Jahr komplett aus dem Basisgeschäft kommen, so der Sartorius-Chef, während die Corona-Umsätze in etwa auf dem 2021er-Niveau bei rund 500 Millionen Euro liegen dürften.

Das macht die Sartorius-Vorzugsaktie 

An der Börse zeigten sich die Anleger nicht überzeugt. Die Sartorius-Vorzugsaktien +1,18% fielen zuletzt knapp drei Prozent auf 430 Euro und verloren damit deutlich mehr als der DAX +0,63%. Nach der Kursrally der vergangenen Jahre machen Anleger zunächst also weiter Kasse. Seit die Vorzugsaktie Ende November einen weiteren Rekord bei fast 632 Euro markiert hatte, ebbte der Rückenwind für viele Corona-Profiteure an der Börse deutlich ab – so auch bei Sartorius. Seit Jahresbeginn ist der Kurs um fast 28 Prozent abgerutscht.

Sechs-Monats-Chart Sartorius Vz (in Euro)
Mit Material von dpa-AFX.
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