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Schaeffler enttäuscht auf ganzer Linie

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Der Auto- und Industriezulieferer Schaeffler will nach der Corona-Delle im vergangenen Jahr 2021 wieder zulegen. Allerdings enttäuschte das SDAX-Unternehmen mit seinem Ausblick für das laufende Jahr. Auch die Ausschüttung einer Dividende konnte die Talfahrt der Papier am Donnerstag nicht verhindern. 

2020 sank der Umsatz - wie bereits seit Ende Januar bekannt - bereinigt um die Folgen des starken Euro um rund zehn Prozent auf 12,6 Milliarden Euro. Das war der niedrigste Wert in den vergangenen fünf Jahren. Wegen der Kosten für den Konzernumbau und Sparmaßnahmen stand unter dem Strich ein Verlust von 424 Millionen Euro nach einem Gewinn von 428 Millionen Euro das Jahr davor. Über das vergangene Jahr gesehen war China die einzige Wachstumsregion - die Märkte dort hätten sich schnell von der Corona-Krise erholt. In China habe Schaeffler ein Umsatzplus von 8,7 Prozent erzielt.

Trotz dem Millionenverlust will das Unternehmen eine Dividende von 25 Cent je Vorzugsaktie auszahlen. Im Vorjahr betrug die Ausschüttung hingegen noch 45 Cent je Anteilsschein betragen.

Ausblick für 2021 enttäuscht

Der Umsatz soll im laufenden Jahr bereinigt um Währungseffekte um mehr als sieben Prozent zulegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Herzogenaurach mit. "Der untere Grenzwert basiert auf einer konservativen Markteinschätzung für das globale Wachstum der Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen." Bei der Marge basierend auf dem um Sondereffekte bereinigten Gewinn vor Zinsen und Steuern werde ein Wert von sechs bis acht (2019: 6,4) Prozent erwartet. Experten stuften den Ausblick als enttäuschend ein. 

Das sagen die Analysten

Das Analysehaus Jefferies hat die Einstufung für Schaeffler nach Zahlen auf "Hold" mit einem Kursziel von 7 Euro belassen. Analyst Sascha Gommel hob in einer ersten Reaktion am Donnerstag vor allem einen vorsichtigen Umsatzausblick des Autozulieferers hervor.

Etwas zuversichtlicher ist hingegen die US-Bank JPMorgan, die die Einstufung für Schaeffler auf "Overweight" mit einem Kursziel von 8 Euro belassen hat. Analyst Jose Asumendi hält in einer ersten Reaktion am Donnerstag 2021 das obere Ende der Ziele für erreichbar. Den Ausblick für den freien Mittelzufluss hält er für ziemlich vorsichtig.

Das macht die Schaeffler-Aktie

Die im SDax +0,91% notierten Vorzugspapiere +1,85% sackten am Donnerstagmorgen bis zu knapp acht Prozent ab, auf der Handelsplattform Xetra notierten die Papiere zuletzt noch rund sieben Prozent schwächer bei 6,98 Euro. Damit hat sich die Aktie zwar wieder deutlich von ihrem Corona-Crash-Tief von etwas mehr als vier Euro erholt, liegt aber immer noch gut ein Viertel unter dem Niveau von Mitte Februar 2020. Das Papier zählt damit zu den großen Verlierern am Aktienmarkt seitdem die Corona-Pandemie ausgebrochen ist. Noch drastischer sieht es im mittelfristigen Vergleich aus. Nach dem Börsengang im Herbst 2015 ging es nur kurz nach oben - inzwischen liegt der Kurs rund 40 Prozent unter dem Ausgabepreis.

Sechs-Monats-Chart Schaeffler (in Euro)
Mit Material von dpaAFX.
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