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SDAX-Wert Hensoldt: Die Entscheidung ist gefallen

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Der italienische Rüstungs- und Luftfahrtkonzern Leonardo -1,19% hat das Rennen um einen Einstieg beim deutschen Rüstungselektronik-Hersteller Hensoldt gemacht. Der US-Finanzinvestor KKR verkauft ein Aktienpaket von 25,1 Prozent an die Italiener, wie Hensoldt am Samstag in Taufkirchen bei München mitteilte.

"Mit dieser Transaktion haben wir einen zweiten langfristigen Ankeraktionär in unserem Unternehmen und einen starken potenziellen strategischen Partner, mit dem wir bereits erfolgreich an einer Reihe von Programmen zusammenarbeiten", sagte Hensoldt-Chef Thomas Müller laut Mitteilung.

Millionendeal

Leonardo zahlt je Aktie 23 Euro und damit rund 606 Millionen Euro insgesamt, wie die Italiener mitteilten. Hensoldt hatte bereits unter der Woche KKR-Gespräche mit mehreren Interessenten für das Anteilspaket bestätigt. 

Zahlreiche Konkurrenten ausgeboten

Mit dem Zuschlag für Leonardo gehen weitere Interessenten wie die europäischen Rüstungskonzerne Thales +0,14% (Frankreich) , Saab -0,40% (Schweden) und Indra (Spanien) leer aus. Insbesondere Thales waren in Medienberichten gute Aussichten eingeräumt worden. Allerdings müssen Behörden dem Geschäft noch zustimmen. 

Finanzinvestor weiter an Bord

Der Finanzinvestor KKR hatte Ende März bereits eine Sperrminorität von 25,1 Prozent an den Bund verkauft. Deutschland war bei Hensoldt eingestiegen, weil das Unternehmen auch Schlüsseltechnologien aus den Bereichen Krypto-Technik und Sensorik liefert, bei denen die Bundesregierung einen unerwünschten Zugriff verhindern will. 

Nach dem Vollzug des Verkaufs von Anteilen an die bundeseigene Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) sowie an Leonardo werde KKR dann noch einen Anteil von rund 18 Prozent an Hensoldt halten, hieß es vom Unternehmen. Leonardo rechnet damit, den Anteilskauf in der zweiten Jahreshälfte abschließen zu können.

Das macht die Aktie von Hensoldt

Der Einstieg des italienischen Leonardo-Konzerns hat den Papieren von Hensoldt -1,59% am Montagmorgen vorbörslich einen Kurssprung von bis zu 25 Prozent gebracht. Beim Broker Lang & Schwarz kosteten die Anteile des deutschen Rüstungselektronik-Herstellers zeitweise 19,50 Euro. Im regulären Börsenhandel schmolz das Kursplus jedoch auf 5,5 Prozent bei 16,44 Euro zusammen. Allerdings hatten die Papiere in den Tagen zuvor bereits deutlich zugelegt wegen der entstehenden Übernahmefantasie.

Sechs-Monats-Chart Hensoldt (in Euro)
Mit Material von dpa-AFX.
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