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Shell-Aktie dreht wieder auf – das ist der Grund

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

In den vergangenen fünf Handelstagen hat die Shell-Aktie in der Spitze um bis zu 7,2 Prozent nachgegeben. Am Mittwoch können sich die Papiere jedoch deutlich erholen. Grund dafür ist ein Treffen eines wichtigen Ölverbunds, welches auch die Ölpreise zur Wochenmitte positiv beeinflusst und der Shell-Aktie dadurch neuen Auftrieb verleiht.

Die Ölpreise haben sich am Mittwoch zu Beginn eines Treffens des Ölverbunds Opec+ von jüngsten Kursverlusten erholen können. Bis zum Mittag bauten die Notierungen die frühen Gewinne aus und legten deutlich zu. Dennoch konnten die Ölpreise mit der Gegenbewegung nur einen kleinen Teil der Verluste aus den vergangenen drei Handelstagen wieder wettmachen.

Deutliche Erholung beim Ölpreis 

Bis zum Dienstagabend hatte die Sorge vor neuen Einschränkungen im Kampf gegen die Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus die Ölpreise stark belastet. Die Notierungen waren auf den tiefsten Stand seit August gefallen. Am Mittwochmittag kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent mit Lieferung im Februar 72,57 US-Dollar. Das waren 3,34 Dollar mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) mit Lieferung im Januar stieg um 2,99 Dollar auf 68,17 Dollar.

"Mit rationalen Argumenten kann man diese Preisbewegung kaum noch erklären", kommentierte Rohstoffexperte Carsten Fritsch von der Commerzbank den Handel. Offenbar werde am Markt davon ausgegangen, dass die Omikron-Variante zu ähnlich starken Auswirkungen auf die Ölnachfrage führen könnte wie der Ausbruch der Pandemie.

Spekulationen um neue Fördermenge 

Die Erholung der Ölpreise zur Wochenmitte wurde am Markt auch mit Spekulationen erklärt, dass die im Verbund Opec+ organisierten Ölstaaten einen geplanten Anstieg der Fördermenge für einige Zeit aussetzen könnten. Vertreter der Opec+ beginnen am heutigen Mittwoch ein Treffen, das für zwei Tage angesetzt ist. Der Verbund der Förderstaaten täte gut daran, von der geplanten Erhöhung der Produktionsmenge im Januar um 400.000 Barrel pro Tag abzusehen, sagte Experte Fritsch.

Das macht die Shell-Aktie 

Die Shell-Aktie +2,97% ist in den vergangenen Tagen wegen fallender Ölpreise spürbar unter Druck geraten: Zeitweise gab der Kurs um bis zu 7,2 Prozent auf 18,24 Euro nach. Am Mittwoch legten die Papiere zuletzt jedoch um rund drei Prozent auf 19,11 Euro zu. Damit verringerte sich das Minus der letzten fünf Handelstage auf rund 2,8 Prozent.

Sechs-Monats-Chart Royal Dutch Shell A (in Pence)
Mit Material von dpa-AFX.
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