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Shell: Höhere Dividende und Aktienrückkäufe geplant

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Der Mineralölkonzern Royal Dutch Shell erholt sich dank der steigenden Ölpreise zunehmend vom verlustreichen Vorjahr – das soll jetzt auch den Aktionären zugute kommen. Ab Ende Juli soll die Dividende steigen, zudem plant das Unternehmen laut Analystenschätzungen ein milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm.

20 bis 30 Prozent des Kapitalzuflusses aus dem operativen Geschäft sollen ab Ende Juli über Dividenden und Aktienrückkäufe an die Aktionäre fließen, wie der britisch-niederländische Ölkonzern am Mittwoch in Den Haag mitteilte. Die Höhe der Ausschüttungen hänge vom Ergebnis im zweiten Quartal ab. Analysten gehen davon aus, dass Shell für mindestens eine Milliarde Dollar im Quartal eigene Anteile erwerben will.

Q2-Zahlen Ende Juli erwartet 

Die Zahlen zum zweiten Quartal sollen am 29. Juli veröffentlicht werden. Erste Details wie Produktionsdaten veröffentlichte der Konzern aber bereits jetzt. Demnach erwartet Shell, dass das Geschäft mit der Gas- und Ölförderung, also dem Teil der Wertschöpfungskette von Gewinnung bis Bereitstellung des Rohstoffs, leicht zurückgehen wird. Allerdings wird auch eine höhere Marge sowie eine gestiegene Auslastung der Raffinerien von bis zu 75 Prozent erwartet.

Ölpreis sorgt für Aufschwung 

Die verbesserte Geschäftsentwicklung lässt sich vor allem auf den gestiegenen Ölpreis zurückführen. Dieser liegt mittlerweile mit rund 75 US-Dollar wieder auf dem Niveau von Ende 2018. Im vergangenen Jahr hatte Shell wegen des Ölpreis-Verfalls infolge der Corona-Pandemie einen Verlust von 22 Milliarden Dollar (18,6 Milliarden Euro) angehäuft und deswegen erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg die Dividende gekappt. Im ersten Jahresviertel 2021 konnte Shell dann wieder schwarze Zahlen schreiben.

Das macht die Shell-Aktie 

Die Shell-Aktionäre honorierten die Aussicht auf höhere Ausschüttungen am Mittwochvormittag, die Aktie von Royal Dutch Shell +1,23% stieg um bis zu drei Prozent und notierte zuletzt noch rund ein Prozent fester bei 17,35 Euro. Mit dem Kursanstieg konnte die Shell-Aktie ihren jüngsten Erholungskurs fortsetzen, nachdem sie im vergangenen Herbst auf den tiefsten Stand seit Mitte der neunziger Jahre gefallen war und in Amsterdam zeitweise weniger als zehn Euro kostete. Inzwischen liegt der Kurs wieder bei knapp 18 Euro, damit allerdings noch rund ein Drittel unter dem Niveau, den er kurz vor Ausbruch der Corona-Pandemie hatte. 

Bei den großen Ölkonzernen ist die Höhe der Quartalsdividende gerade für angelsächsische Investoren ein wichtiger Faktor für die Anlageentscheidung. Im ersten Quartal konnte Shell die Quartalsausschüttung bereits leicht auf 17,35 US-Cent erhöhen. 

Sechs-Monats-Chart Royal Dutch Shell (in Euro)
Mit Material von dpa-AFX.
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