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Shop Apotheke unter Druck – das ist der Grund

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Die Papiere der Shop Apotheke notieren am Donnerstagmittag deutlich schwächer. Ursache dafür sind schlechte Zahlen des Schweizer Konkurrenten Zur Rose. Die DocMorris-Mutter hat nach einer Wachstumsdelle im dritten Quartal den Jahresausblick reduziert. An der Börse gaben die Papiere der beiden Unternehmen daraufhin spürbar nach. 

Zur Rose erwartet wegen einer Schwäche im Geschäft mit rezeptfreien Medikamenten im Zuge der Corona-Pandemie für das laufende Geschäftsjahr nur noch ein Umsatzplus von 15 Prozent statt wie bisher 20 Prozent, wie der Rivale der Shop Apotheke, am Donnerstag in Frauenfeld mitteilte.

So betrug das Umsatzwachstum im dritten Quartal knapp zwölf Prozent, womit sich für die ersten neun Monate ein Anstieg um 17,7 Prozent auf 1,5 Milliarden Franken (rund 1,4 Milliarden Euro) ergibt. 

Starkes Wachstum angestrebt

Für die kommenden Jahre bleibt das Management aber zuversichtlich und rechnet auf Sicht von drei bis fünf Jahren bei rezeptpflichtigen Medikamenten in Deutschland weiterhin mit einer Online-Durchdringung von zehn Prozent. Der Konzernumsatz soll daher eher zu Beginn dieses Planungszeitraums die Schwelle von vier Milliarden Franken überschreiten. Mittelfristig soll zudem eine operative Gewinnmarge (Ebitda-Marge) von rund acht Prozent erreicht werden. Zur Ergebnisentwicklung wird sich der Konzern indes erst wieder bei der Vorlage der Zahlen für 2021 äußern.

Hohe Investitionen 

So investieren Unternehmen wie Zur Rose und die Shop Apotheke viel Geld ins Wachstum und bereiten sich auf die Einführung des E-Rezeptes in Deutschland vor, von der sie sich viel Geschäft versprechen. Der Online-Apothekenmarkt ist aber auch hart umkämpft.

Ebenfalls am Donnerstag kündigte Zur Rose an, dass der bisherige Deutschland-Chef Walter Hess den Konzern künftig führen soll. Der amtierende Chef und Mitgründer Walter Oberhänsli soll im gleichen Zuge Verwaltungsratspräsident werden. Darüber werde die Generalversammlung Ende April 2022 abstimmen.

Das macht die Shop-Apotheke-Aktie 

An der Börse kam die Prognosesenkung schlecht an, die Zur-Rose-Aktie +2,50% fiel zeitweise um fast sieben Prozent. Beim Rivalen Shop Apotheke -0,62% stand zuletzt ein Minus von 3,4 Prozent.

Sechs-Monats-Chart Shop Apotheke (in Euro)
Mit Material von dpa-AFX.
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