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Siemens: 8 Dinge, die Anleger vor den Zahlen wissen müssen

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Siemens veröffentlicht am Freitag seine Quartalszahlen. Das erste Quartal dürfte noch gut überstanden worden sein. Doch das zweite Quartal könnte schwächer ausfallen – und hinter der Prognose steht ein großes Fragezeichen.

1. Unklare Auswirkungen der Corona-Krise

Siemens fährt wegen der Corona-Pandemie aktuell auf Sicht – diese reiche aber derzeit "nicht sehr weit", hatte Noch-Konzernchef Joe Kaeser Ende März gesagt. Der Manager prophezeite, dass auch an Siemens die Auswirkungen zumindest kurzfristig nicht spurlos vorübergehen dürften.

Umsatz und Ergebnis dürften im zweiten Quartal belastet werden, erwartete Kaeser vor allem mit Blick auf die Geschäfte mit Kunden zyklischer Branchen wie etwa dem Maschinenbau oder der Autoindustrie. Hier hatte Siemens bereits in den vergangenen Quartalen wegen eines Nachfragerückgangs schwächere Geschäfte verzeichnet.

2. Noch steht die Prognose

Offen ist, wie stark sich die Krise auf das Ergebnis des Konzerns auswirkt und ob die Prognose bestehen bleibt. Zuletzt hat Siemens ein moderates Wachstum auf vergleichbarer Basis angekündigt, was ein Plus von 3 bis 5 Prozent impliziert. Das Ergebnis je Aktie soll 6,30 bis 7,00 Euro betragen, nach 6,41 Euro im Vorjahr. In der Mitte der Spanne würde das ein Gewinnwachstum von 4 Prozent bedeuten.

3. Töchter haben bereits Zahlen vorgelegt

Die Töchter Siemens Healthineers und Siemens Gamesa haben ihre Zahlen bereits vorgelegt. Während der Medizintechnikkonzern Healthineers robuste Zahlen vorlegte, schrieb der Windanlagenbauer Gamesa weiter Verluste. Beide Unternehmen haben wegen der Corona-Krise ihre Ausblicke zurückgezogen.

4. Keine Staatshilfen – aber neue Kredite

Insgesamt zeigte sich Kaeser Ende März noch zuversichtlich, dass der Konzern passend aufgestellt sei, um "gut und robust" durch die Pandemie zu kommen. Siemens sei "ein starkes Unternehmen mit einer hohen Liquidität". Deshalb schloss er zuletzt Stellenstreichungen ebenso aus wie Staatshilfen. Allerdings soll der Konzern mit Banken über neue Kredite im Volumen von drei Milliarden Euro verhandeln, berichtete Mitte April die Nachrichtenagentur Bloomberg.

5. Börsenplan für Siemens Energy steht

Trotz der Krise trieb der Münchener Konzern die Vorbereitungen für die Abspaltung und die Börsennotierung von Siemens Energy zuletzt voran. Ende September soll das neue Unternehmen, das das Energiegeschäft von Siemens sowie die Beteiligung an Gamesa +0,90% enthält, an die Börse gehen. Dafür übernimmt Siemens den Gamesa-Anteil vom spanischen Energiekonzern Iberdrola +1,66%. Der Preis für die rund 8 Prozent liegt bei rund 1,1 Milliarden Euro.

6. Für Kaeser kommt Bosch

Siemens gab Ende März Details zu Kaesers Nachfolge bekannt. Zudem soll der Wechsel an der Vorstandsspitze des Siemens-Konzerns spätestens zur Hauptversammlung Anfang Februar 2021 vollzogen werden. Der 62-jährige extrovertierte Niederbayer wird sukzessive an seinen Stellvertreter Roland Busch übergeben.

7. Analysten bleiben positiv gestimmt

Viele Marktexperten stehen Siemens positiv gegenüber und empfehlen den Kauf der Aktie, auch wenn sie wegen des Einbruchs an den Aktienmärkten ihre Kursziele senkten. So bleibt Analyst Ben Uglow von Morgan Stanley überzeugt, dass Größe, Diversifikation und Liquidität des Konzerns im Vergleich zur Konkurrenz ein Vorteil sei. Aufgrund der globalen Führungsposition im Bereich der Fabrikautomation und Software sei Siemens zudem für eine zyklische Erholung gut aufgestellt.

8. Aktie hat sich nach Corona-Crash erholt

Die Siemens-Aktie +0,06% wurde vom Corona-Crash, der die Finanzmärkte seit dem 24. Februar im Griff hat, hart getroffen. Von rund 106 Euro ging es bis Mitte März auf Kurse unter 60 Euro zurück, inzwischen hat sich der Aktienkurs wieder etwas erholt und liegt wieder bei mehr als 80 Euro. Mit einem Minus von knapp 21 Prozent seit dem Start des Börsencrashs gab er in etwa so viel nach wie der DAX.

Mit Material von dpaAFX.
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