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Siemens: Abstufungen für Siemens Energy und Gamesa belasten

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Analysten-Abstufungen haben die Anleger von Siemens Energy und Siemens Gamesa am Mittwoch in die Flucht getrieben und auch den Papieren des Mutterkonzerns Siemens schwer zugesetzt. Dennoch bleiben die Analysten für beide Siemens-Abspaltungen grundsätzlich weiter zuversichtlich gestimmt und sehen weiteres Aufwärtspotenzial. 

Der JPMorgan-Analyst Andreas Willi strich seine "Overweight"-Empfehlung für Siemens Energy und senkte das Kursziel leicht auf 29 Euro – im Einklang mit der Abstufung der Papiere von Siemens Gamesa durch einen JPM-Kollegen. Willi sieht bei Siemens Energy zwar weiter deutlichen Bewertungsspielraum. Der Weg, ihn zu realisieren, sei aber steinig, schrieb der Experte. Er fürchtet massive Ergebnisrisiken bei Siemens Gamesa. Denn die chinesischen Konkurrenten machen dem deutsch-spanischen Windturbinenhersteller das Leben zunehmend schwer.

Prognose gestrichen 

Im Juli musste Siemens Gamesa seine Profitabilitätsziele für das Onshore-Geschäft nach hinten verschieben. Diese Nachricht ließ auch die Aktien von Siemens Energy, die 67 Prozent der Siemens Gamesa-Aktien besitzen, bis auf den tiefsten Stand seit November 2020 einbrechen. Danach erholten sich die Papiere etwas und näherten sich der Marke von 26 Euro. In der laufenden Woche ging es jedoch wieder deutlich abwärts. Allein seit Jahresbeginn haben die Aktien von Siemens Energy mehr als 21 Prozent an Wert eingebüßt. 

Das machen die Aktien von Siemens, Siemens Energy und Siemens Gamesa

Die Aktien der einstigen Siemens-Energiesparte Siemens Energy rutschten zeitweise um 5,65 Prozent auf 23,55 Euro ab und waren damit klares Schlusslicht im DAX -0,33%, der rund 1,5 Prozent einbüßte. Die Papiere gaben damit inzwischen über die Hälfte der Erholung seit dem Achtmonatstief Mitte Juli wieder ab. Die an der Madrider Börse gehandelten Anteilsscheine des Windkraftanlagen-Herstellers Siemens Gamesa -0,49%, an denen Siemens Energy 67 Prozent hält, sackten um 6,8 Prozent ab.

Davon wurden auch die Titel der ehemaligen Muttergesellschaft Siemens -0,68% mit einem Minus von drei Prozent in Mitleidenschaft gezogen. Siemens hält nach der Abspaltung von Siemens Energy und deren Börsengang im vorigen Jahr noch 35 Prozent der Anteile. Weitere knapp zehn Prozent liegen beim Pensionsfonds der Münchener.

Sechs-Monats-Chart Siemens (in Euro)
Mit Material von dpa-AFX.
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