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Siemens an DAX-Spitze – Zahlen besser als erwartet

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Siemens zeigt sich in der Corona-Krise robust. Im zweiten Quartal muss der Industriekonzern zwar einen deutlichen Gewinneinbruch verzeichnen – doch Siemens schnitt deutlich besser ab als von Analysten erwartet. Das gibt der Aktie Aufwind.

Die Corona-Pandemie beeinträchtigte im dritten Geschäftsquartal die Auftragslage, das Neugeschäft ging in den drei Monaten per Ende Juni um 7 Prozent auf 14,4 Milliarden Euro zurück. Dabei sanken die Aufträge in allen Bereichen mit Ausnahme des Zuggeschäfts. Siemens spürte hier klar die Nachfrageschwäche in Schlüsselindustrien wie der Autoindustrie und dem Maschinenbau. Der Umsatz nahm daher um 5 Prozent auf 13,5 Milliarden Euro ab.

Das bereinigte operative Ergebnis der Industriegeschäfte stieg hingegen um 8 Prozent auf knapp 1,8 Milliarden Euro. Einsparungen wirkten dabei positiv. Dazu kam ein höherer Ergebnisbeitrag aus der Digitalisierungssparte, die von einem starken Softwaregeschäft sowie einem positiven Bewertungseffekt von Bentley Systems profitierte. Analysten hatten mit einem noch größeren Rückgang gerechnet.

Unter dem Strich verzeichnete Siemens hingegen einen herben Gewinneinbruch, ausgelöst insbesondere durch die vor der Abspaltung stehende Siemens Energy. Dazu kam eine höhere Steuerquote und hohe Verluste des Windanlagenbauers Siemens Gamesa. Netto verdiente Siemens nur noch 539 Millionen, nach rund 1 Milliarde Euro im Vorjahresquartal.

An den Abspaltungs- und Börsenplänen von Siemens Energy hält das Management trotz der Corona-Pandemie fest. Ende September soll die Börsennotierung von Siemens Energy erfolgen.

Verhaltene Prognose

Für 2020 erwartet Siemens weiter einen moderaten vergleichbaren Umsatzrückgang um bis zu 5 Prozent. Eine Ergebnisprognose gab der Konzern weiter nicht. Die Münchner gehen jedoch davon aus, dass die Corona-Pandemie auch das vierte Quartal stark beeinträchtigen wird.

Das macht die Aktie von Siemens

Analyst Simon Toennessen von Jefferies Research sprach auf den ersten Blick von sehr starken Zahlen, vor allem was das operative Ergebnis und die viel höher als erwartete Marge betrifft. Die besser als erwarteten Zahlen von Siemens geben dem DAX-Papier kurz vor Handelseröffnung deutlich Auftrieb.

In einem trüben Marktumfeld legen die Siemens-Aktien +0,08% rund 2,4 Prozent auf 114,76 Euro zu. Gelingt ein nachhaltiger Sprung über den Widerstand bei 14,60 Euro – ist der Ausbruch geschafft. Das Juli-Hoch bei 115,18 ist dann in greifbarer Nähe und die Konsolidierung der vergangenen zwei Wochen endgültig beendet.

Mit Material von dpaAFX.
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