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Siemens: Deutlicher Gewinneinbruch im 2. Quartal

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Der Technologiekonzern Siemens +0,06% hat im zweiten Geschäftsquartal wegen der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie einen Gewinneinbruch verzeichnet. 

Neben schwächeren Ergebnissen in den Geschäftsfeldern Digitalisierung und Smarte Infrastruktur belastete dabei auch die Abspaltung des Energiegeschäfts, wie das Unternehmen am Freitag in München mitteilte.

Nach Steuern brach der Gewinn um 64 Prozent auf 697 Millionen Euro ein. Das Energiegeschäft, welches Siemens bis Ende des Geschäftsjahres 2019/20 an die Börse bringen will, wird nun als nicht fortgeführtes Geschäft klassifiziert und verzeichnete einen Verlust. Den Umsatz hielt Siemens mit 14,2 Milliarden Euro stabil.

Prognose gekappt

Wegen der Corona-Krise kann Siemens seine Prognose für das Geschäftsjahr 2019/20 (per Ende September) nicht halten. Das Unternehmen geht nun von einem vergleichbaren moderaten Umsatzrückgang aus. Bislang hatte Siemens hier ein moderates Wachstum angenommen. Die Ergebnisprognose zogen die Münchner ganz zurück. Dabei geht Siemens-Chef Joe Kaeser davon aus, dass die Talsohle im dritten Quartal erreicht wird.

Auch Antriebstochter Flender soll an die Börse 

Neben Siemens Energy soll auch die Antriebstochter Flender abgespalten und an der Börse notiert werden, wie Siemens am Freitag in München mitteilte. Die Produkte des Unternehmens werden in Windkraftanlagen sowie zahlreichen anderen Industriebereichen eingesetzt. 

Dabei will Siemens den Bereich Wind Energy Generation in Flender integrieren. Beide Unternehmen werden derzeit als sogenannte "Portfolio Companies" geführt. Das neue Unternehmen kommt auf einen Pro-forma-Umsatz von rund zwei Milliarden Euro. Die Aktionäre müssen dem geplanten Spin-off jedoch erst noch auf der Hauptversammlung 2021 zustimmen. 

Aktienrückkauf gestoppt

Zudem hat der DAX-Konzern sein drei Milliarden Euro schweres Aktienrückkaufprogramm vorerst ausgesetzt. Das Programm werde wegen der Abspaltung von Siemens Energy unterbrochen, teilte das Unternehmen am Freitag in München mit. Dies habe allein regulatorische Gründe. Nach der Abspaltung sollen die Aktienrückkäufe fortgesetzt werden. Bislang hat Siemens im Rahmen des Programms 2,4 Milliarden Euro zurückgekauft.

So reagiert die Siemens-Aktie

An der Börse kamen die Meldungen dennoch gut an, im frühen Handel legte die Aktie von Siemens +0,06% deutlich zu. Vom Tief Mitte März hat sich das Papier inzwischen deutlich erholt und dürfte nun wieder Kurs auf die 90-Euro-Marke nehmen. 

Mit Material von dpa-AFX.
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