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Siemens Energy: Ausgerechnet hier läuft’s nicht

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Siemens Energy hat nach einem erfolgreichen Börsendebut zunehmend mit Problemen zu kämpfen. Ausgerechnet die Windkraft-Tochter Siemens Gamesa, die eigentlich der Wachstumstreiber werden soll, ist dabei das große Sorgenkind. Musste Siemens Energy Anfang Mai bereits wegen des Windkraftanlagenbauers beim Umsatz für das laufenden Geschäftsjahr 2020/21 (per Ende September) zurückrudern, ist wenige Monate später auch die Ergebnisprognose nicht mehr zu halten.

Siemens Gamesa +1,45% musste im dritten Quartal (per Ende Juni) überraschend Verluste hinnehmen. Beim seit längerer Zeit schwächelnden Windanlagengeschäft an Land (Onshore) kommt es zu höheren Anlaufkosten für die neue Plattform 5X. Insbesondere Brasilien, das viele Aufträge für die Plattform vergeben hat, ist dabei betroffen. Da es dort auch zu durch die Corona-Pandemie bedingten Lieferschwierigkeiten kommt.

Konzernchef Andreas Nauen musste einräumen, dass sich im Onshore-Geschäft die Rückkehr zur Profitabilität verzögern wird. Ursprünglich hatte Siemens Gamesa für das Geschäftsjahr 2021/22 wieder eine schwarze Null erreichen wollen.

Die Misere bei Gamesa ist für Siemens Energy ärgerlich. Der DAX-Konzern musste ebenfalls zurückrudern: Seine Margenziele wird das Unternehmen 2020/21 verfehlen. Siemens Energy verwies darauf, dass für die Sparte Gas & Power mit der Energieerzeugungstechnik der Ausblick bestehen bleibe und sich das Geschäft wie erwartet entwickle. Wegen der Schwäche bei Siemens Gamesa würden die Ergebnisse des Konzerns aus dem abgelaufenen Quartal aber voraussichtlich die Markterwartungen verfehlen. Siemens Energy präsentiert seine Quartalszahlen am 4. August.

Das macht die Aktie von Siemens Energy

Die Aktie von Siemens Energy -0,04% hat nach den jüngsten schlechten Nachrichten ihren seit dem Frühjahr bestehenden Abwärtstrend fortgesetzt. Von den zum Jahresanfang erreichten Hochs bei 34 Euro ist der Kurs aktuell weit entfernt. Das Papier war vor wenigen Tagen auf ein Tief von etwa 21 Euro gefallen. Mit knapp 23 Euro zeigte sich der Kurs zuletzt wieder leicht erholt. Damit liegt der Kurs jedoch nur wenig über dem Börsendebüt von September.

Mit Material von dpaAFX.
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