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Siemens Healthineers: Außergewöhnliche Entwicklung

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Zum dritten Mal in Folge erhöhte Siemens Healthineers die Jahresprognose. Kein Wunder, denn die Umsatzentwicklung war außergewöhnlich – insbesondere bei den Corona-Schnelltests. Doch das starke Quartal wies auch Schwächen auf.

Im dritten Geschäftsquartal konnte Healthineers auch dank hoher Umsätze mit den Antigen-Schnelltests stark zulegen und erlöste rund fünf Milliarden Euro – 51 Prozent mehr als im schwachen Vorjahresquartal. Erstmals trug auch die im April abgeschlossene Übernahme des US-Krebsspezialisten Varian zum Zuwachs bei. Auf vergleichbarer Basis lag das Plus bei knapp 39 Prozent.

Den Löwenanteil zum Umsatz steuerte weiterhin das Geschäft mit der bildgebenden Diagnostik bei, das um 12,5 Prozent zulegte. Einen kräftigen Schub brachten jedoch die Erlöse aus den Antigen-Schnelltests, die sich auf rund 600 Millionen Euro beliefen. Damit dürfte das Geschäft seinen Höhepunkt erreicht haben, erklärte Finanzvorstand Jochen Schmitz in einer Analystenkonferenz.

Dank der guten Geschäfte verdiente Siemens Healthineers auch deutlich mehr. Nach Steuern stieg der Gewinn um 46 Prozent auf 395 Millionen Euro.

Erneute Prognoseanhebung

Die starke Dynamik aus den vergangenen Quartalen habe sich fortgesetzt, kommentierte Vorstandschef Bernd Montag die Zahlen. Dies versetzt Siemens Healthineers in die Lage, die Prognose bereits zum dritten Mal in diesem Geschäftsjahr anzuheben.

Die Erlöse sollen 2020/21 (per Ende September) nun um 17 bis 19 Prozent zulegen – bislang war Siemens Healthineers von bis zu 17 Prozent ausgegangen. Mit den Corona-Schnelltests will das Unternehmen nun eine Milliarde Euro erlösen statt 750 Millionen Euro. Auch beim bereinigten Ergebnis je Aktie zeigte sich das Unternehmen etwas zuversichtlicher und hob das untere Ende der Prognose an und erwartet nun 1,95 Euro bis 2,05 Euro.

Analysten loben

Die Umsatzentwicklung sei außergewöhnlich gewesen, befand JPMorgan-Analyst David Adlington in einer ersten Einschätzung. Die Margen seien zwar geringer als erwartet ausgefallen, aber es sehe so aus, als sei das nur vorübergehend.

Das macht die Aktie von Siemens Healthineers

Anleger konzentrierten sich jedoch weniger auf die starken Umsätze, sondern setzten den Fokus auf die Margenschwäche. Zudem enttäuschte die Einschätzung des Managements, dass im laufenden Quartal mit einer deutlichen Abschwächung bei den Schnelltest-Umsätzen zu rechnen sei, dazu komme ein erheblicher Preisverfall.

Die Aktie von Siemens Healthineers -0,43% verlor am Vormittag in einem schwachen Gesamtmarkt rund zwei Prozent auf 54,20 Euro. Das Papier hatte am Vortag aber auch ein Rekordhoch erreicht und erzielten seit Jahresbeginn ein Plus von rund 26 Prozent.

Mit Material von dpaAFX.
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