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Siltronic: Dieser Ausblick sorgt für Ernüchterung

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Auf ein überraschend gutes erstes Halbjahr folgt nun die Ernüchterung in Form einer vorsichtigen Prognose. Anleger hätten sich klar mehr erhofft – die Siltronic-Aktie fällt zeitweise rund zehn Prozent nach unten.

Das ungebrochene Wachstum des Cloud-Computing und der Trend zum Homeoffice haben den Wafer-Hersteller während der Krise gestützt. Der Umsatz von Siltronic stieg im zweiten Quartal im Vergleich zum ersten Jahresviertel um 7,7 Prozent auf 323,1 Millionen Euro. Das EBITDA stieg um 19 Prozent auf 100,4 Millionen Euro und unter dem Strich blieb mit 60,8 Millionen Euro fast ein Drittel mehr hängen als zum Jahresstart.

Dem Rückenwind durch die Digitalisierung stehen derweil die Belastungen durch die Corona-Pandemie gegenüber. So halten sich Konsumenten angesichts der wirtschaftlichen Unwägbarkeiten mit dem Kauf teurer Smartphones oder Autos zurück. Siltronic befürchtet, dass das zurückhaltende Kaufverhalten der Verbraucher im Rest des Jahres auch auf die Wafer-Nachfrage durchschlagen dürfte.

Für das zweite Halbjahr gibt sich das Management daher vorsichtig und rechnet mit einem leichten Auftragsrückgang gegenüber dem ersten Halbjahr. Der Umsatz dürfte 2020 im mittleren einstelligen Prozentbereich fallen, bei anhaltender Schwäche des US-Dollar noch etwas deutlicher. Die EBITDA-Marge dürfte zudem im mittleren einstelligen Prozentbereich unter 2019 liegen.

Das macht die Aktie von Siltronic

Den Siltronic-Aktien +1,43% hat die Vorlage der über den Analysten-Erwartungen liegenden Quartalszahlen nichts genutzt. Der Kurs brach um annähernd neun Prozent ein auf 77,84 Euro ein. Anleger hatten sich offenbar mehr Zuversicht des Unternehmens gewünscht, dass der positive Trend im zweiten Halbjahr anhält.

Die Siltronic-Aktien notieren aktuell wieder fast ein Viertel unter ihrem Vor-Corona-Niveau, nachdem sie die Verluste des Corona-Börsencrashs mit einem Sprung über die Marke von 100 Euro Anfang Juni im Grunde schon einmal wettgemacht hatten. Immerhin: Seit dem Corona-Crashtief im März summiert sich das Kursplus immer noch auf rund zwei Drittel.

Mit Material von dpaAFX.
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