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Starker Euro gefährdet wirtschaftliche Erholung

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Der Euro hat am Freitag seine Kursgewinne ausgeweitet und kostete zuletzt 1,1864 Dollar. Jetzt warnte der Chefökonom der EZB vor den Folgen eines starken Euro für Wachstum und Inflation.

Auslöser des deutlichen Anstiegs war die Debatte, ob der zuletzt stärkere Euro -0,0042% der wirtschaftlichen Erholung von der Corona-Krise schade. EZB-Präsidentin Christine Lagarde hatte das Thema nach der Zinssitzung der Notenbank zwar angesprochen, auf eine starke verbale Intervention jedoch verzichtet.

Am Freitag warnte allerdings der Chefökonom der EZB vor den Folgen eines starken Euro für Wachstum und Inflation. Die wirtschaftliche Erholung und die Preisentwicklung seien durch den zuletzt aufwertenden Euro "deutlich gedämpft" worden, schrieb Philip Lane in einem Beitrag auf der Internetseite der EZB. "Es sollte klar sein, dass es keinen Grund für Selbstzufriedenheit gibt." Die EZB stehe bereit, all ihre Instrumente falls nötig einzusetzen. Der Euro wurde durch die Aussagen aber nicht nachhaltig belastet.

Ein Freifahrtschein für weitere ausgeprägte Euro-Stärke sei aber auch die gestrige Sitzung nicht gewesen, heißt es in einem Kommentar der Commerzbank. Analystin You-Na Park-Heger schreibt: "Immerhin fand der Wechselkurs erstmals seit 2018 wieder Erwähnung im Eingangsstatement der EZB."

In den Wochen zuvor hatte eine Dollar-Schwäche für bereits kräftig Auftrieb beim Euro gesorgt. Unter anderem war die amerikanische Währung durch eine geänderte geldpolitische Zielsetzung der US-Notenbank Fed unter Druck geraten. Mit der neuen Strategie können Inflationsraten von über zwei Prozent toleriert werden, ohne geldpolitisch gegenzusteuern. Der Euro sprang kurzfristig über 1,20 Dollar.

Mit Material von dpaAFX.
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