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Symrise: DAX-Kandidat springt auf Rekordhoch

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Ein starkes erstes Halbjahr inmitten der Corona-Krise stimmt Symrise optimistischer für das laufende Jahr. Das gibt auch den Symrise-Aktionären neue Zuversicht – sie treiben die Aktie des DAX-Kandidaten auf ein neues Rekordhoch.

Vom Umsatz soll 2020 nach einem starken ersten Quartal nun mehr als operativer Gewinn hängen bleiben als bislang geplant:  "Auch wenn sich der weitere Verlauf der Corona-Pandemie schwer absehen lässt, gehen wir angesichts unserer Leistung im ersten Halbjahr mit Zuversicht in die zweite Jahreshälfte", sagte Symrise-Chef Heinz-Jürgen Bertram.

Der Manager strebt 2020 nun eine EBITDA-Gewinnmarge von 21 bis 22 Prozent an. Bisher waren lediglich mehr als 20 Prozent in Aussicht gestellt worden, was einen möglichen Rückgang im Vergleich zu den 2019 erzielten 20,8 Prozent bedeutet hätte.

Beim Umsatz will Symrise weiterhin schneller wachsen als der relevante Markt, der sich allerdings träger entwickeln dürfte als noch vor ein paar Monaten gedacht. So wird das Marktwachstum laut Symrise nun auf 3 bis 4 Prozent geschätzt, nach bisher rund 4 Prozent.

Starke Zahlen im ersten Halbjahr

Im ersten Halbjahr stieg der Konzernumsatz auch dank des Beitrags des Ende 2019 übernommenen Anbieters natürlicher Inhaltsstoffe für Heimtiernahrung ADF/IDF um 7,6 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro. Aus eigener Kraft wuchs Symrise im ersten Halbjahr um 3,4 Prozent. Das impliziert eine Beschleunigung im zweiten Quartal, nachdem in den ersten drei Monaten das Plus nur etwas über zwei Prozent gelegen hatte.

Zugute kam dem MDax-Konzern dabei seine breite Aufstellung. So waren zwar Zusätze etwa für Sonnenschutzmittel und teure Parfüms weniger gefragt, da viele Menschen während der Corona-Pandemie zu Hause blieben und der globale Reiseverkehr zusammengebrochen war. Auch bei Zusatzstoffen für Erfrischungsgetränke lief es angesichts geschlossener Bars und Restaurants schlechter.

Dafür aber griffen die Menschen viel stärker bei Hygieneprodukten zu, was etwa die Nachfrage nach Menthol nach oben trieb. Und der Trend zum Kochen daheim lieferte dem Geschäft mit Zusätzen für Suppen und Fertiggerichte Rückenwind. Zudem boomt der Markt für Heimtiernahrung schon länger und im Lockdown dürften Hund und Katze auch das ein oder andere Leckerli mehr bekommen haben.

Von den 1,8 Milliarden Euro Umsatz blieben als EBITDA 21,6 Prozent hängen. Absolut bedeutet das ein Wachstum des operativen Ergebnisses im Jahresvergleich um fast zwölf Prozent auf 393 Millionen Euro. Unter dem Strich verdiente Symrise 169 Millionen Euro und damit rund zehn Prozent mehr als vor einem Jahr.

Das macht die Aktie von Symrise

Das robuste erste Halbjahr gefällt den Anlegern: Die Symrise-Aktien -0,10% stiegen am Donnerstag auf ein Rekordhoch von 111,70 Euro. Am Nachmittag führten sie den MDAX mit einem Plus von zuletzt noch 2,9 Prozent auf 111,10 Euro an.

Mit Material von dpaAFX.
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