DAX®13.251,19+0,95%TecDAX®3.052,47-0,05%S&P 500 I3.606,36+0,73%Nasdaq 10011.905,94-0,00%
finanztreff.de

Tausende Mitarbeiter von VW, Daimler & BMW bald ohne Job

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Restrukturierung und Corona-Krise verlangen von VW, Daimler & BMW dramatische Sparpläne. Zehntausenden, der mehr als 800.000 Beschäftigten der deutschen Autobranche, droht daher der Jobverlust. Die Pläne der Autobauer im Überblick:

Zu dem ohnehin schwierigen Umbruch von der alten Verbrenner-Welt in die neue Zeit der Alternativantriebe und Vernetzung kommt jetzt die tiefe Absatzkrise wegen der Pandemie, bei der noch kein Ende absehbar ist. Dabei liefen schon vorher Sparpläne in etlichen Unternehmen.

Volkswagen: Bis zu 20.000 Jobs

Eine Verschärfung laufender Einsparungen explizit infolge von Corona ist bei der Kernmarke des weltgrößten Autokonzerns bisher nicht vorgesehen. Aber es besteht ein Einstellungsstopp – und VW +2,16% baut auch so schon seine Strukturen radikal um. 2016 startete ein zunächst heftig umstrittener "Zukunftspakt", mit dem bis Ende 2019 bereits fast 11.000 Stellen gestrichen und knapp drei Milliarden Euro an Ausgabenkürzungen erreicht wurden.

Im Laufe der kommenden Jahre dürften insgesamt bis zu 20.000 Jobs wegfallen. Kündigungen will VW dabei vermeiden, im Kern gilt eine Beschäftigungsgarantie bis 2029. Parallel dazu entstehen neue Arbeitsplätze: Für die E-Mobilität werden auch Beschäftigte umgeschult, für Digitalisierung und Vernetzung baut der Konzern unter anderem eine interne Software-Sparte mit mittelfristig mehr als 10.000 Beschäftigten auf.

Daimler: Bis zu 30.000 Jobs

Die Corona-Krise sorgt bei Daimler +2,45% für tiefrote Zahlen und zwingt den Autobauer zur Verschärfung seines sowieso geplanten Sparkurses. Obendrein beschleunigt sie die Transformation von Verbrenner- zu E-Motoren.

Standortübergreifend war zuletzt der Abbau von 10.000 bis 15.000 der weltweit rund 300.000 Stellen kolportiert worden. Medien hatten sogar von bis zu 30.000 Stellen berichtet. Die Zahlen kommentiert Daimler nicht - man strebe möglichst sozialverträgliche Lösungen an.

BMW: Bis zu 6.000 Jobs

Der bayerische Autobauer streicht 6.000 seiner 126.000 Stellen, verzichtet aber auf betriebsbedingte Kündigungen. Stattdessen bekommen freiwillig ausscheidende Mitarbeiter und Frührentner Abfindungen. Junge Beschäftigte, die studieren wollen, unterstützt BMW +2,87% finanziell und garantiert ihnen nach dem Abschluss die Rückkehr in ein Arbeitsverhältnis.

Personalchefin Ilka Horstmeier sprach von einem Paket, "das uns kurzfristig hilft, das Unternehmensergebnis zu verbessern, uns aber langfristig die Innovationskraft erhält". Die Autoverkäufe brachen im zweiten Quartal ein, BMW schrieb zum ersten Mal seit elf Jahren rote Zahlen. Der Autobauer investiert Milliarden in E-Mobilität und Digitalisierung.


Mit Material von dpaAFX.
Werbung

Das könnte Sie auch interessieren

News-Suche

Suchbegriff:

Aktuelle Videos

HSBC Trading TV

Werbung

Trading-Tipp

Börsen & Märkte

US-Marktüberblick

zur Mediathek
Werbung

Werbung
Diese Seite empfehlenschliessen
Interessant, oder?
Teilen Sie diese Seite auf Facebook oder Twitter
Wenn Sie auf die Teilen-Buttons klicken und sich bei den Betreibern einloggen, werden Daten an den jeweiligen Betreiber übermittelt. Bitte beachten Sie die Datenschutzerklärung.
Aktuelle Umfrageschliessen
Diese Woche ist der Black Friday. Laut einer Umfrage ist die Kauflaune wohl aber getrübt. Werden Sie dieses Jahr die Rabatte nutzen?
Jetzt abstimmen!
Alle Umfragen ansehen