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TeamViewer: Das Ende der Rallye?

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Erste Details zu den Quartalszahlen und eine teure Übernahme haben die Aktien von TeamViewer am Mittwoch stark unter Druck gebracht. Mit einem Kursverlust von zeitweise über 14 Prozent ist der Aufwärtstrend des Corona-Profiteurs in Gefahr geraten.

Im zweiten Quartal konnte TeamViewer die sogenannten Billings um 45 Prozent auf rund 106 Millionen Euro steigern. Das ist viel, aber längst nicht mehr so viel wie noch im ersten Quartal, als der coronabedingte Lockdown und der Wechsel vieler Arbeitnehmer in das Homeoffice das Geschäft angekurbelt hatte.

Einige Experten wie Berenberg-Analyst Gustav Froberg, der erst am Mittwochmorgen seine Kaufempfehlung bekräftigte und das Kursziel um zehn auf 61 Euro erhöhte, hatten zudem mit etwas mehr gerechnet. Angesichts der zuletzt hohen Kursgewinne und der zwischenzeitlich auf mehr als zehn Milliarden Euro gestiegenen Bewertung hatten die Experten zudem vor Rückschlägen gewarnt.

Zudem kündigte TeamViewer am Mittwoch die Übernahme des Softwareherstellers Ubimax für 136,5 Millionen Euro an. Knapp 86 Millionen Euro will TeamViewer in bar zahlen, den Rest mit eigenen Aktien. Der Kaufpreis liegt ein Vielfaches über dem, was Ubimax zuletzt als Einnahmen verbuchen konnte. Diese lagen auf die vergangenen zwölf Monate gerechnet gerade mal bei rund neun Millionen Euro.

Ubimax ist dabei auf tragbare Angebote und sogenannte Augmented-Reality-Lösungen spezialisiert für Facharbeiter in der Industrie. In diesem Segment ist TeamViewer bisher kaum vertreten. Für TeamViewer könnte es zudem wichtig sein, das Angebot über die bisher vor allem auf Rechner und Smartphones spezialisierte Produktpalette zu erweitern, um das hohe Wachstum zu halten und damit auch die Bewertung zu rechtfertigen.

Das macht die Aktie von TeamViewer

Die TeamViewer-Aktien -0,93% rutschten zeitweise über 14 Prozent auf 43,20 Euro ab. Die MDAX-Papiere konnten sich aber schnell wieder etwas erholen und gaben zuletzt rund 8,6 Prozent auf 46,05 Euro nach. Damit entfernte sich die Aktie weiter von dem erst in der vergangenen Woche erreichten Rekordhoch von 54,86 Euro und droht die Aufwärtstrendlinie der vergangenen Monate zu durchbrechen, die im Bereich von 46 Euro verläuft.

Mit Material von dpaAFX.
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