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TeamViewer: Ist die Talfahrt endlich zu Ende?

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Der Softwareanbieter TeamViewer möchte hoch hinaus. Nach kräftiger Sonderkonjunktur durch die Corona-Pandemie investiert der Konzern viel Geld in weiteres Wachstum. Die Anleger haben darauf zuletzt überwiegend skeptisch reagiert und die Aktie auf Talfahrt geschickt, nun scheint das Gröbste jedoch überstanden. 

Mit seiner Software für die Fernwartung von Computern und Maschinen sowie Anwendungen für Videokonferenzen ist TeamViewer zum eindeutigen Corona-Gewinner geworden. Das schwäbische Unternehmen hat stark von der Sondernachfrage zu Zeiten von Lockdowns profitiert. Dieser Schwung ebbt mittlerweile aber ab. Nach einem schwachen zweiten Quartal hatte TeamViewer zuletzt die Erwartungen an 2021 gedämpft.

Erwartungen gesenkt 

Bei den Billings, einer Kennzahl für die in Rechnung gestellten Umsätze der kommenden zwölf Monate, und auch beim Umsatz selbst wird nur noch das untere Ende der zuvor in Aussicht gestellten Spannen erwartet. Die Zahl der Abonnenten ist zwar weiter nach oben geklettert und neue Corona-Kunden konnten größtenteils gehalten werden. Das Volumen der Vertragsverlängerungen in April und Mai fiel aber niedriger aus als vorher gedacht.

Hohe Sponsoring-Ausgaben 

Obendrauf hat TeamViewer im abgelaufenen Quartal unter dem Strich nur noch halb so viel verdient wie ein Jahr zuvor. Der Grund sind steigende Kosten, vor allem für Marketing. TeamViewer zahlt hohe Summen, um als neuer Trikotsponsor des Fußballvereins Manchester United aufzutreten. Dazu kommt ein kostspieliger Sponsorenvertrag rund um das Formel-1-Team von Mercedes. Die Ausgaben für die Sponsorings dürften in den kommenden Jahren sogar noch steigen.

TeamViewer rechtfertigt die teure Werbe-Offensive mit einem Blick auf die Wettbewerber. Gemessen am in Rechnung gestellten Umsatz gebe das Unternehmen weiter weniger für Marketing aus als die direkte Konkurrenz. Vor allem ab 2025 sollen sich die Werbeverträge dann auch auszahlen. TeamViewer erhofft sich ein zusätzliches Potenzial von zunächst 150 Millionen Euro Geschäft jährlich. Bis dahin droht aber erst einmal eine zähe Wartezeit für die Aktionäre.

Augmented-Reality im Fokus 

Außerdem verstärkt sich TeamViewer weiter im Bereich mit Augmented-Reality-Software. Das sind Programme, die zum Beispiel Wartungstechnikern auf Datenbrillen nötige Schaltpläne und andere Informationen liefern können. Der Konzern will damit vor allem bei lukrativen Firmenkunden mit großen Verträgen punkten.  Dazu passt eine im Juni geschlossene strategische Partnerschaft mit Software-Gigant SAP -4,25% aus dem Dax -4,15%. TeamViewer wird in das SAP-Angebot integriert und zusätzlich Teil des Partnerprogramms von SAP. Damit dürfte sich TeamViewer viele potenzielle Neukunden erschließen. Einer der ersten gemeinsamen Anwendungsfälle werde die Augmented-Reality-basierte Unterstützung von Wartungs- und Reparaturprozessen bei SAP-Kunden in den Bereichen Maschinenbau und Komponentenfertigung sein, hieß es damals.

Das macht die TeamViewer-Aktie 

Nachdem die TeamViewer-Aktie +4,25% in den vergangenen Monaten gegenüber dem Februar-Hoch bei 49,64 Euro in der Spitze um fast 50 Prozent auf 25,10 Euro nachgab, zeichnet sich inzwischen eine Gegenbewegung ab. Vom Tief hat sich der Kurs bereits um 15 Prozent auf zuletzt 28,87 Euro erholt. Dabei hat die TeamViewer-Aktie die 21-Tage-Linie, die aktuell bei 27,53 Euro verläuft und Aufschluss über den kurzfristigen Trend einer Aktie gibt, zurückerobert und folglich ein erstes Kaufsignal generiert. Im Fokus steht nun die 50-Tage-Linie bei 29,25 Euro. Wird diese Marke geknackt, dürfte sich das Chartbild weiter aufhellen.

Sechs-Monats-Chart TeamViewer (in Euro)
Mit Material von dpa-AFX.
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