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Teamviewer: Jahreszahlen sorgen für Kurssprung

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Der Softwareanbieter Teamviewer hat das von schweren Rückschlägen dominierte Jahr 2021 mit einer leicht positiven Note abgeschlossen. Dank Kosteneinsparungen im Schlussquartal verdiente das MDAX-Unternehmen operativ etwas mehr als zuletzt in Aussicht gestellt, wie es am Mittwoch auf Basis vorläufiger Zahlen mitteilte. An der Börse kommt dies gut an.

Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen werde 2021 voraussichtlich zwischen 254 und 257 Millionen Euro liegen, hieß es vom Unternehmen. Das seien rund 47 Prozent Marge bezogen auf die in Rechnung gestellten Umsätze (Billings) und damit etwas mehr als zuletzt mit bis zu 46 Prozent veranschlagt. 2020 hatte das Unternehmen noch eine Marge von knapp 57 Prozent erzielt – im vergangenen Jahr hat Teamviewer dann viel Geld in teure Werbeverträge und das geplante Wachstum investiert.

Die Billings stiegen 2021 im Gesamtjahr um 19 Prozent auf rund 548 Millionen Euro und trafen damit die Prognose. Im vierten Quartal legten die Billings um 20 Prozent zu, währungsbereinigt um 17 Prozent. Die Abonnentenzahl stieg zum Ende des Jahres auf 627.000, ein Jahr zuvor waren es 584.000 gewesen.

Das sagen die Analysten 

Die britische Investmentbank Barclays hat die Einstufung für Teamviewer auf "Equal Weight" mit einem Kursziel von 20 Euro belassen. Die Profitabilität sei besser als gedacht gewesen, aber das Abonnentenwachstum sei entgegen seiner Hoffnung weiter zurückgegangen, schrieb Analyst James Goodman am Mittwoch in einer ersten Reaktion auf Eckdaten für 2021. Diese Entwicklung dürfte bei der Bilanz Anfang Februar im Fokus stehen.

Ähnlich äußerte sich Hannes Leitner von der Schweizer Großbank UBS: Der Softwareanbieter habe die Erwartungen im vierten Quartal zwar knapp übertroffen, der die Geschäftsdynamik lasse aber weiter nach, schrieb der Analyst am Mittwoch in einer ersten Reaktion auf Eckdaten. Die UBS hat die Einstufung für Teamviewer nah Zahlen auf "Neutral" mit einem Kursziel von 14,50 Euro belassen. 

Das macht die Teamviewer-Aktie 

Während die Analysten sich eher zurückhaltend zeigten, reagierten die Anleger mit Euphorie auf die guten Nachrichten: Die Teamviewer-Aktie +1,22% gewann zum Start fast zehn Prozent auf 12,67 Euro. Zuletzt stand ein Plus von 14 Prozent auf 13,22 Euro zu Buche.

Allerdings dürfte das für viele Anleger nur ein schwacher Trost sein, denn allein 2021 verlor der Kurs wegen der Probleme rund um Wachstum und hohe Kosten fast drei Viertel seines Werts. Im Sommer 2020 war der Titel auf dem Rekordhoch knapp das Fünffache wert mit fast 55 Euro. Selbst der Ausgabepreis zum Börsengang im September 2019 mit 26,25 Euro ist derzeit in weiter Ferne. Teamviewer hatte zu Beginn der Corona-Pandemie von einer Sondernachfrage nach Fernwartungs- und Videokonferenzsoftware profitiert, konnte die Geschwindigkeit beim Wachstum aber in der Folge nicht auf hohem Niveau halten.

Sechs-Monats-Chart Teamviewer (in Euro)
Mit Material von dpa-AFX.
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