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TeamViewer: Wildes Auf und Ab nach Zahlen

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Teamviewer hat Zahlen zum dritten Quartal vorgelegt und beim Jahresausblick ein Schippchen draufgelegt. Anleger ließ dies am vormittag vorerst kalt. Der Corona-Profiteur wurde nach den Impfstoff-Nachrichten auch am Dienstag abverkauft – bis die Trendwende am Nachmittag kam.

Zwar wuchs Teamviewer bei den in Rechnung gestellten Umsätzen deutlich langsamer als im ersten Halbjahr, als der Home-Office-Boom in der ersten Corona-Welle die Geschäfte mit Software zur Fernwartung und Videokonferenzen in die Höhe trieb. Das Unternehmen verzeichnete bei den sogenannten Billings im dritten Quartal aber immer noch ein Plus von 29 Prozent auf 106,4 Millionen Euro.

Der tatsächliche gebuchte Umsatz von Teamviewer stieg im dritten Quartal um 15 Prozent auf 117,2 Millionen Euro. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen kletterte um 26 Prozent auf 58,2 Millionen Euro. Unter dem Strich stieg der Gewinn mit 31,6 Millionen Euro auf mehr als das Doppelte.

Das Management geht nun im Gesamtjahr von 450 bis 455 Millionen Euro bei den Billings aus, bisher waren nur rund 450 Millionen angepeilt. "Die Prognose heben wir nicht wegen neuer Corona-Beschränkungen, sondern weil die strukturellen Grundlagen unseres Geschäfts stimmen", sagte Vorstandschef Oliver Steil.

Große Unternehmenskunden im Fokus

Teamviewer will künftig verstärkt auch bei größeren gewerblichen Kunden wachsen. Zuletzt hatte das Unternehmen die Übernahme des Augmented-Reality-Spezialisten Ubimax eingetütet. "Im Segment großer Kunden waren wir deutlich unterrepräsentiert, haben aber substanziell in unser Portfolio investiert. Bisher haben wir rund 10 bis 15 Prozent unserer Billings in dem Bereich, wir wollen aber auf über 20 Prozent kommen", sagte Finanzchef Stefan Gaiser.

Um das Potenzial auszubauen, kommen auch weitere Übernahmen in Betracht. "Wenn wir eine größere Übernahme machen wollten, stünden uns mehrere Möglichkeiten zur Verfügung. Zudem haben wir eine starke eigene Währung mit unserer Aktie", sagte Gaiser.

Das macht die Aktie von Teamviewer

Die Teamviewer-Aktie +0,92% setzte nach dem deutlichen Kursrutsch vom Wochenbeginn am Dienstagvormittag ihre Talfahrt fort. Die Aktie drehte jedoch am Nachmittag kräftig ins Plus und notierte zuletzt rund 6,2 Prozent höher auf 37,66 Euro. Das langsamere Wachstum im dritten Quartal sei mit der Normalisierung in der Corona-Krise erwartet worden, schrieb JPMorgan-Analystin Stacy Pollard. Alles in allem hätten die Zahlen die Markterwartungen geschlagen, deuteten aber eine weitere Verlangsamung für das vierte Quartal an.

Mit Material von dpaAFX.
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