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Telefonica Deutschland: Robuste Zahlen – Aktie schwächelt

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Die Corona-Pandemie hat sich für den Mobilfunkbetreiber Telefonica Deutschland zugleich als Fluch und Segen erwiesen. Zum einem drückten die coronabedingten Reise-Einschränkungen auf die Umsätze mit Telefonaten im Ausland. Auf der anderen Seite nutzten die Kunden aber vermehrt teurere Mobilfunk- und Festnetzverträgen mit mehr Datenvolumen und schnelleren Surfgeschwindigkeiten sowie Bündelangebote. 

Das Kerngeschäft habe sich in der Pandemie als sehr robust erwiesen, sagte Konzernchef Markus Haas am Mittwoch. Die Serviceerlöse blieben im vergangenen Jahr stabil bei 5,3 Milliarden Euro - inklusive den Einnahmen aus dem Verkauf von Handys und anderen Angeboten zog der Umsatz um knapp zwei Prozent auf 7,5 Milliarden Euro an. 

Das um Sondereffekte bereinigte Betriebsergebnis (Oibda) blieb 2020 mit etwas mehr als 2,3 Milliarden Euro nahezu gleich. Allerdings kann der Konzern einen Nettogewinn in Höhe von 328 Millionen Euro im Jahr vorweisen - im Vorjahr standen hier noch 212 Millionen Verlust zu Buche. Dem Konzern machen noch immer hohe Abschreibungen im Zuge des 2014 erfolgten Zukaufs von E-Plus zu schaffen.

Verkaufserlöse sollen in Netzausbau fließen

Der Gewinn in 2020 resultiert im Wesentlichen aus dem Verkauf der Dachstandorte an Telxius, eine ehemalige andere Tochter der spanischen Mutter. Die Einnahmen aus dem Verkauf der Funkmasten will Telefonica Deutschland unter anderem in den Ausbau der eigenen Netze stecken. 

2021 plant das Unternehmen mehr als eine Milliarde Euro für den Ausbau von 4G und 5G aufwenden. Bis Jahresende will Telefonica Deutschland mehr als 30 Prozent aller Haushalte in Deutschland mit dem neuesten Mobilfunkstandard erreichen können. 2025 will der Konzern dann 5G flächendeckend anbieten. Die Mittelfristprognose bestätigte der Vorstand. Demnach soll der Umsatz von 2020 bis 2022 kumuliert um mehr als fünf Prozent wachsen und die Profitabilität nachhaltig steigen.

Das sagen die Analysten

Das Analysehaus Jefferies hat die Einstufung für Telefonica Deutschland nach Zahlen auf "Hold" mit einem Kursziel von 2,30 Euro belassen. Die Geschäftsentwicklung sei in finanzieller Hinsicht verhalten gewesen, schrieb Analyst Ulrich Rathe in einer am Mittwoch vorliegenden Schnelleinschätzung. Der Ausblick der Telefongesellschaft wirke vorsichtig.

Deutlich zuversichtlicher ist hingegen Jonas Blum von Warburg Research. Im vierten Quartal habe die Telefongesellschaft trotz schwieriger Rahmenbedingungen Wachstum verzeichnet. Der Ausblick sei allerdings vage. Folglich beließ das Analysehaus die Papiere des Mobilfunkers auf "Buy" und bestätigte das Kursziel von 3,10 Euro.

Das macht die Aktie von Telefonica Deutschland

Die im MDax -0,20% notierte Aktie -0,51% rutschte am Vormittag deutlich ab und lag zuletzt mit einem Minus von rund drei Prozent auf 2,27 Euro am Index-Ende. Die Papiere pendeln damit weiter in der Spanne zwischen 2,20 Euro und 2,40 Euro, in der sie seit Monaten hängt. Mittelfristig gehört der Wert zu den Verlierern am Aktienmarkt. So sank der Kurs in den vergangenen zwölf Monaten um etwas mehr als zehn Prozent, während der Gesamtmarkt zulegte.

Sechs-Monats-Chart Telefonica Deutschland (in Euro)
Mit Material von dpaAFX.
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