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Tesla-Aktie: Enttäuschung nach Battery Day

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Elon Musk will einen Tesla zum Schnäppchenpreis auf den Markt bringen – der zudem vollautonom fahren kann. Doch das ist Zukunftsmusik. Die Innovationen, die sich Anleger vom Battery Day erhofft hatten, blieben aus.

"Wir sind zuversichtlich, dass wir ein sehr, sehr überzeugendes Elektroauto für 25 000 Dollar bauen können", sagte der Starunternehmer am Dienstag bei Teslas Battery Day. Allerdings müssen sich Kunden noch gedulden, denn Voraussetzung dafür, dass die Preise so stark fallen können, sind drastische Kostensenkungen in der Batterieherstellung. Musk glaubt zwar, diese erreichen zu können, aber erst in etwa drei Jahren.

Da der Tech-Milliardär vor allem Zukunftsmusik lieferte, wurden die hohen Erwartungen an das Event, bei dem Beobachter auf bahnbrechende Innovationen bei der Fertigung von Autobatterien spekuliert hatten, letztlich nicht erfüllt. Effiziente und kostengünstige Batterien gelten als Voraussetzung dafür, dass sich die Elektromobilität im Massenmarkt durchsetzen kann. Tesla trauen Analysten in diesem Bereich besonders viel zu.

Insgesamt sollen die Batteriekosten dank technischer Fortschritte halbiert und die Reichweite der E-Autos massiv erhöht werden. Musk hatte die Hoffnungen auf einen unmittelbaren Durchbruch schon am Vorabend gedämpft, indem er bei Twitter erklärte, dass sich die Innovationen in Teslas Batterie-Technologie erst ab 2022 in größeren Produktionsvolumen bemerkbar machen dürften.

Jahresziele wurden bestätigt

Auch wenn das Batterie-Event nicht ganz überzeugen konnte, haben Tesla-Fans derzeit viel Grund zur Freude. Denn Musk sieht sein Unternehmen weiter auf Erfolgskurs. "Wir werden trotz schwieriger Umstände wahrscheinlich ein Wachstum zwischen 30 und 40 Prozent erreichen", sagte Musk bei Teslas Hauptversammlung vor dem "Battery Day". Tesla hält damit am ehrgeizigen Jahresziel fest, rund 500.000 E-Autos auszuliefern. Das wären 36 Prozent mehr als im Vorjahr.

Das macht die Aktie von Tesla

Trotz der Batterie-Vorwarnung am Montag reagierten Anleger enttäuscht und ließen die Tesla-Aktien -0,58%, die schon mit einem Minus von 5,6 Prozent aus dem regulären US-Handel gegangen waren, nachbörslich um weitere 7 Prozent fallen. Allerdings zählt Tesla mit einem Kursplus von über 400 Prozent im laufenden Jahr auch zu den größten Überfliegern am Markt, so dass die Gelegenheit für Gewinnmitnahmen günstig ist.

Mit Material von dpaAFX.
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