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Tesla: Die Gewinnserie hält an

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Der US-Elektroautobauer Tesla hat zu Jahresbeginn weiter kräftiges Wachstum verbucht und seinen bislang höchsten Quartalsgewinn erreicht. In den drei Monaten bis Ende März verdiente das Unternehmen von Tech-Milliardär Elon Musk unterm Strich 438 Millionen Dollar, wie es am Montag nach US-Börsenschluss mitteilte. Allerdings enthielt der Bericht auch einen Makel.

Tesla schaffte im Auftaktquartal bereits das siebte Vierteljahr mit schwarzen Zahlen in Folge. Ein wichtiger Faktor war jedoch abermals der Handel mit Abgaszertifikaten, die andere Autobauer benötigen, um ihre Emissionsbilanz aufzubessern und so gesetzliche Vorgaben etwa in Kalifornien oder Europa zu erfüllen. Im ersten Quartal setzte Tesla damit 518 Millionen Dollar um. Insgesamt stiegen die Erlöse um 74 Prozent auf 10,4 Milliarden Dollar.

Absatz mehr als verdoppelt

Tesla lieferte im ersten Quartal 184.877 E-Autos aus - das entspricht im Vergleich zum Vorjahr mehr als einer Verdopplung und einer neuen Bestmarke in der Geschichte des 2003 gegründeten Konzerns. Besonders in China war die Nachfrage hoch, auch wenn Tesla hier mit Beschwerden von Kunden konfrontiert war. Zuletzt hatte es sogar einen Eklat durch einen Protest bei der Shanghaier Automesse gegeben, der Tesla weiter unter Druck brachte.

Ungeachtet der Kritik im wichtigsten Auslandsmarkt und steigender Konkurrenz durch etablierte Autobauer wie Volkswagen -0,02% oder General Motors, die ins Elektrosegment vordringen, bestätigte Tesla seine Wachstumsziele für das laufende Jahr. Das Unternehmen rechnet weiterhin mit einer Steigerung der weltweiten Auslieferungen um rund 50 Prozent. 2020 hatte Tesla über eine halbe Million E-Autos an die Kundschaft gebracht.

Deutsche Gigafactory scheinbar hinter dem Zeitplan 

Der Bau und Betriebsstart einer neuen Autofabriken in Grünheide nahe der deutschen Hauptstadt Berlin soll das Wachstum dieses Jahr zusätzlich beschleunigen. Zuletzt gab es jedoch Unstimmigkeiten auf bürokratischer Ebene, so steht die abschließende umweltrechtliche Genehmigung für das Tesla-Werk durch das Land Brandenburg immer noch aus. 

Im Geschäftsbericht von Tesla steht nun, dass das Projekt auf Kurs sei, im späten Jahresverlauf 2021 mit Produktion und Auslieferungen zu beginnen. Das deutet auf Verzögerungen hin, bislang hatte es aus Branchenkreise stets geheißen, dass die Bänder bereits Mitte des Jahres anlaufen sollen. Ein Sprecher von Tesla in Deutschland hatte bis zuletzt betont, dass der ursprüngliche Zeitplan weiterhin stehe.

Das macht die Aktie von Tesla 

Obwohl die Zahlen im Rahmen der Markterwartungen lagen, geriet die Tesla-Aktie -0,32% am Montagabend nachbörslich deutlich ins Minus. Diese Kursverluste wirken auch am heutigen Dienstag nach. Am Vormittag kosteten die Papiere im deutschen Handel mit 597,00 Euro zeitweise 2,6 Prozent weniger als zum Wochenauftakt. 

Sechs-Monats-Chart Tesla (in Euro)
Mit Material von dpa-AFX.
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