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Thyssenkrupp: 82% in 5 Tagen – Was ist da los?

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Die Aktie von Thyssenkrupp erlebt eine rasante Kurserholung. Satte 82 Prozent hat das Stahl-Papier in nur 5 Handelstagen erzielt. Für Begeisterung sorgt dabei, dass das Management nun endlich seine Probleme angehen will.

Das große Problem für Thyssenkrupp: Der Konzern muss seinen Stahlbereich im Alleingang sanieren, nachdem die EU-Kommission im vergangenen Jahr die lange vorbereitete Fusion mit der europäischen Stahlsparte des indischen Konkurrenten Tata untersagt hatte.

Doch jetzt ist der Ruhrgebietskonzern hier einen guten Schritt nach vorne gekommen und hat sich mit der IG Metall über den Abbau von 3.000 Stellen in seinem Stahlbereich geeinigt. Duisburg soll als wichtigster Stahlstandort von Thyssenkrupp gestärkt werden. Im Gegenzug will das Unternehmen Anlagen an anderen Standorten schließen.

Der Stellenabbau ist nach Darstellung des Unternehmens die Voraussetzung für umfangreiche Investitionen in den Stahlbereich. Die neue Strategie sehe einen zusätzlichen Investitionsrahmen von insgesamt etwa 800 Millionen Euro über 6 Jahre vor. Hinzu kämen die bereits in der Planung enthaltenen jährlichen Investitionen von rund 570 Millionen Euro.

"Wir haben Probleme zu lange aufgeschoben und harte Entscheidungen gescheut", sagte Thyssenkrupp-Vorstand Klaus Keysberg. Der Stellenabbau gebe dem Konzern Spielraum, damit der Stahl langfristig wettbewerbsfähig bleiben kann. Thyssenkrupp sei beim Stahl zu komplex aufgestellt und habe eine "unangemessene Kostenstruktur".

Das macht die Aktie von Thyssenkrupp

Endlich scheine das Management die Probleme anzugehen, womöglich auch gerade noch rechtzeitig, kommentierte ein Händler. Zudem habe der Konzern den Markt beruhigt, dass der Verkauf der Aufzugsparte trotz Coronakrise nicht in Gefahr sei.

Nach dem Vortages-Kurssprung von mehr als 26 Prozent sind die Aktien von Thyssenkrupp -0,02% am Mittwoch nochmals um 21 Prozent auf 5,97 Euro in die Höhe geschnellt. In der Vorwoche hatten sie mit 3,28 Euro ein Rekordtief erreicht. Ausgehend davon haben sie inzwischen rund 82 Prozent gewonnen.

Mit Material von dpaAFX.
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