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Thyssenkrupp an MDAX-Spitze: Plötzlich noch mehr Schub

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Gleich zwei positive Analystenkommentare und ein überraschender Wasserstoff-Großauftrag treiben am Montag die Aktien von Thyssenkrupp nach oben. Eine neue Höchstmarke rückt damit in greifbare Nähe.

Für Rückenwind sorgte insbesondere eine Anhebung des Kurszieles für die Thyssenkrupp-Aktie von 8 auf 13 Euro durch die Deutsche Bank. Die europäische Stahlindustrie dürfte ein solides viertes Quartal hinter sich haben und ein starkes erstes Jahresviertel vor sich, schrieb Analyst Bastian Synagowitz am Montag.

Zudem half eine Hochstufung auf "Outperform" durch die französische Bank Exane BNP Paribas, die zudem das Kursziel von 5,60 auf 11,70 Euro mehr als verdoppelte. Der Plan des Industriekonzerns zum Verkauf des Stahlgeschäfts und damit eine Konzentration auf andere Geschäftsbereiche gilt als ein entscheidender Kurstreiber.

Erster Wasserstoff-Großauftrag

Darüber hinaus hat Thyssenkrupp seinen ersten Großauftrag für den Bau von Anlagen zur Produktion von grünem Wasserstoff an Land gezogen. Die Konzerntochter Uhde werde in Kanada einen Elektrolyseur mit einer Leistung von 88 Megawatt installieren, teilte Thyssenkrupp am Montag mit. Auftraggeber sei das staatliche Energieunternehmen Hydro-Québec, einer der größten Wasserkraftversorger in Nordamerika.

Der in der Anlage produzierte Wasserstoff und der dabei entstehende Sauerstoff sollen bei der Herstellung von Biokraftstoff aus Restmüll eingesetzt werden. Der Produktionsstart sei für Ende 2023 geplant. Wasserelektrolyse gilt als eine Schlüsseltechnologie für den klimafreundlichen Umbau von Industrie und Transportsektor. Thyssenkrupp setzt in dieses Geschäftsfeld große Erwartungen.

Update: Am Nachmittag kommt ein weiterer Kursschub hinzu. Die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtete unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen, dass Thyssenkrupp statt eines Verkaufs der Stahlsparte an den britischen Konkurrenten Liberty Steel einen Börsengang dieses Geschäftes erwäge. Hintergrund der Überlegungen ist dem Bericht zufolge, dass einige Großaktionäre und Gewerkschaftsvertreter Bedenken gegen einen Verkauf an Liberty Steel geäußert hätten.

Das machen die Aktien von Thyssenkrupp

Die Thyssenkrupp-Aktien -5,19% steigen daraufhin über die in der vergangenen Woche erreichte Marke bei 9,59 Euro bis auf 9,93 Euro - der höchste Kurs seit Februar 2020. Der horizontale Widerstand der vergangenen Handelstage scheint damit überwinden.

Seit Anfang November, als die Papiere gerade mal um die 4 Euro gekostet hatten, beläuft sich der Kursgewinn nun schon auf über 140 Prozent. Zuletzt notierten die MDAX-Papiere gut sechs Prozent im Plus bei 9,80 Euro.

Mit Material von dpaAFX.
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