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Thyssenkrupp: Es geht um die Zukunft

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Hoher Besuch bei Thyssenkrupp: Der Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier und NRW-Ministerpräsident Armin Laschet besuchen am Freitag das Stahlwerk in Duisburg. Es geht um nicht weniger als die Zukunft der Branche – eine Zukunft die Morgan Stanley wenig rosig sieht.

Beide Politiker wollen sich über die Planungen des größten deutschen Stahlherstellers für eine klimafreundlichere Produktion informieren. Thyssenkrupp will in seinen Hochöfen schrittweise Kohle durch Wasserstoff ersetzen. Dann würde statt klimaschädlichem Kohlendioxid (CO2) nur Wasserdampf entstehen. Eine erste solche Anlage soll Mitte der 2020er Jahre in Betrieb gehen.

Denn auf die Stahlindustrie entfällt ein erheblicher Teil des CO2-Ausstoßes in Deutschland. Nach Angaben von Thyssenkrupp ist allein der Standort Duisburg für zwei Prozent der deutschen Emissionen verantwortlich. Für die dafür nötigen Investitionen erhofft sich der Konzern öffentliche Unterstützung.

Der Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat der angeschlagenen deutschen Stahlindustrie bereits seine Unterstützung signalisiert. "Ich bin bereit, Investitionen in treibhausgasarme und -freie Technologien in der Stahlindustrie mit öffentlichen Geldern zu fördern", sagte Altmaier der WAZ. Bis 2050 sind nach Altmaiers Angaben beim Stahl etwa 30 Milliarden Euro an Investitionen erforderlich.

Die Bundesregierung hatte im vergangenen Monat ein "Handlungskonzept Stahl" verabschiedet. Sie will der Branche dabei helfen, auch in 30 Jahren aus eigener Kraft wettbewerbsfähig zu sein und klimafreundlich produzieren zu können.

Analysten setzen Aktie zu

Die Analysten von Metzler mahnen den gesunkenen Liquiditäts-Bestand des Stahlkonzerns an, auch wenn der jüngste Quartalsbericht von der Bemühung zeuge, die Lasten der Vergangenheit hinter sich zu lassen.

Viel übler trifft die Thyssenkrupp-Aktie jedoch die Herabstufung durch Morgan Stanley. Die US-Investmentbank hat ihr Kursziel von 7,50 Euro auf 5,80 Euro gesenkt und rät nun zum Verkauf der Aktie.

Das macht die Aktie von Thyssenkrupp

Die negative Studie von Morgan Stanley hat Gewicht und schmerzt – die Thyssenkrupp-Aktie -4,02% fällt im frühen Handel um 6,8 Prozent auf 5,73 Euro zurück. Der Kursverlust sorgt charttechnisch für einen schweren Schlag, denn die in den vergangenen Monaten starke Unterstützung bei 6 Euro ist damit deutlich durchbrochen – ein klares Verkaufssignal.

Mit Material von dpaAFX.
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