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Thyssenkrupp: Mit dem Fahrstuhl nach unten

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Aussagen über den Stand der Verhandlungen zum Verkauf der Aufzugsparte haben am Montag die Aktien von Thyssenkrupp unter Druck gesetzt. Am späten Nachmittag sanken sie um 2,95 Prozent auf 10,86 Euro.

Gesprochen werde beim Verkauf der milliardenschweren Aufzugssparte nur noch mit einem Konsortium aus Blackstone, Carlyle und Canadian Pension Plan sowie einem weiteren aus Advent und Cinven, teilte Thyssenkrupp am Montag mit. Angestrebt werde eine kurzfristige Einigung. Konzernchefin Martina Merz hatte zuletzt erklärt, eine Entscheidung solle bis Ende Februar fallen.

Wettbewerber Kone ist damit aus dem Rennen. Die Finnen kündigten am Montag an, sich aus dem Bieterrennen zurückzuziehen. Sie hatten annähernd 17 Milliarden Euro geboten. Thyssenkrupp befürchtete aber offensichtlich Kartellprobleme.

Den zunächst ins Auge gefassten Börsengang hat Thyssenkrupp nicht abgesagt. Falls keine Einigung mit einem Bieter erreicht werden könne, stelle ein Börsengang unverändert eine Option dar. Dieser wäre dann ab dem Frühsommer möglich, teilten die Essener mit.

Das sagen die Experten zum aktuellen Stand

Ein Verhandlungspartner weniger bedeute auch weniger Konkurrenz um die Sparte, stellte ein Marktbeobachter in einer ersten Reaktion fest. Und da als weitere Option nach wie vor ein Börsengang genannt wurde, lasse dies darauf schließen, dass es Thyssenkrupp schwer habe könnte, seine Preisvorstellungen durchzusetzen.

Marktbeobachter Andreas Lipkow von der Comdirect Bank sieht in der Reduzierung des Bieterkreises den Druck auf die potenziellen Käufer steigen. Das dürfte seines Erachtens die Ernsthaftigkeit der Gebote erhöhen, könnte den Verkaufsprozess wesentlich beschleunigen und verbessere die Ausgangslange. "Insbesondere die Betonung eines möglichen IPOs ist dabei essenziell", sagte er.

Der Grund für den Verkauf

Der angeschlagene Ruhrgebietskonzern braucht dringend Geld zum Schuldenabbau und zur Finanzierung des geplanten Konzernumbaus. Bei den Verhandlungen mit den Investoren strebe man "eine Wertmaximierung" an, heißt es in der Mitteilung von Thyssenkrupp. Die Angebote lägen "auf einem hohen Bewertungsniveau".

Die Aufzugssparte ist derzeit der einzige nennenswerte Gewinnbringer bei Thyssenkrupp. Schlecht läuft es dagegen beim Stahl, der künftig eine wieder wichtigere Rolle im Konzern spielen soll. In den ersten drei Monaten des am 1. Oktober begonnenen Geschäftsjahres hat Thyssenkrupp einen Nettoverlust von 372 Millionen Euro eingefahren. Damit fiel das Minus höher aus als im gesamten Vorjahr. Dadurch ist die Verschuldung des Konzerns kräftig gestiegen.

Mit Material von dpaAFX.
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