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Thyssenkrupp: Richtungsentscheidung für oder gegen Wasserstoff?

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Thyssenkrupp will mit dem Bau von Anlagen zur Produktion von Wasserstoff zurück in die Erfolgsspur. Aktionärsvertreter bezweifeln aber, dass dies mit dem Festhalten am Stahlgeschäft zu vereinbaren ist – und fordern eine Richtungsentscheidung.

Der Traditionskonzern, der im vergangenen Geschäftsjahr einen Milliardenverlust eingefahren hat, sucht nach einem neuen Geschäftsmodell. Ob die Stahlerzeugung weiter dazu gehören wird, ist noch offen. Eine Entscheidung will der Vorstand im März treffen. Hoffnung verspricht der Bau von Anlagen zur Wasserstoppproduktion.

Thyssenkrupp habe "eine sehr gute Ausgangsposition auf diesem dynamisch wachsenden Markt", sagte die Vorstandsvorsitzende Martina Merz bei der Online-Hauptversammlung. Thyssenkrupp verfüge über die "einzig schon großtechnisch realisierte Technologie, um Wasser unter Einsatz von Strom in Wasserstoff und Sauerstoff zu zerlegen".

Aktionärsvertreter bezweifeln aber, dass Thyssenkrupp die finanzielle Kraft hat, den Stahlbereich zu sanieren und gleichzeitig massiv in die Wasserstofftechnik zu investieren. Der Vorstand müsse "eine klare Richtungsentscheidung" treffen, forderte Ingo Speich von der Fondsgesellschaft Deka. Henrik Ponzen von der Fondsgesellschaft Union Investment sieht in der Wasserstoffwirtschaft "eine historische Chance für Thyssenkrupp, um sich neu zu erfinden".

Merz hat den geplanten Verkauf des Chemieanlagenbaus von Thyssenkrupp vorerst gestoppt. "Wir bewerten das Potenzial insbesondere unserer Wasserstoffaktivitäten neu", sagte sie. Das weltweite Marktpotenzial für Wasserelektrolyse werde für das Jahr 2030 auf 20 bis 40 Milliarden Euro Umsatz geschätzt. Hier sei Thyssenkrupp "gut positioniert".

Das macht die Aktie von Thyssenkrupp

Es war auch die Aussicht auf künftige Erfolge im Wasserstoffbereich, die die Aktie von Thyssenkrupp -2,74% seit Anfang November nach oben trieb. Am Freitag stimmt die Richtung für die Aktionäre ebenfalls – die MDAX-Aktie legt 1,2 Prozent auf 9,88 Euro zu.

Mit Material von dpaAFX.
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