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Thyssenkrupp springt auf Wasserstoff-Hype auf

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Thyssenkrupp will mehr Elektrolyseanlagen zur Produktion von "grünem" Wasserstoff bauen. Hier sieht der Industriekonzern anscheinend einen attraktiven Wachstumsmarkt – andere Geschäftsfelder will Thyssenkrupp dagegen eindampfen.

Ab sofort könnten pro Jahr Elektrolysezellen mit einer Gesamtleistung von bis zu einem Gigawatt gefertigt werden, teilte Thyssenkrupp am Montag mit. Mit Ökostrom erzeugter "grüner" Wasserstoff sei für eine erfolgreiche Energiewende und das Erreichen der internationalen Klimaziele unverzichtbar. Mit zunehmender Anzahl von Wasserstoffprojekten werde Thyssenkrupp die Produktionskapazitäten ausbauen.

Thyssenkrupp setze auf vorgefertigte Standardmodule, um den Bau neuer Wasserstoff-Anlagen so einfach und kostengünstig wie möglich zu gestalten, heißt es in der Mitteilung des Unternehmens. Die Module ließen sich zu verschiedenen Anlagengrößen zusammenschalten. Mehr als 600 Projekte und elektrochemische Anlagen mit einer Gesamtleistung von über 10 Gigawatt seien weltweit bereits im Einsatz.

"Grüner" Wasserstoff wird aus erneuerbaren ("grünen") Energieträgern gewonnen. Bei der Elektrolyse wird Wasser in seine Bestandteile Wasserstoff und Sauerstoff geteilt. Die schwarz-rote Koalition will eine Wasserstoffstrategie vorlegen. Ziel sei es, Deutschland auf diesem Feld zum "Ausrüster der Welt" zu machen, heißt es im Eckpunktepapier für das Konjunkturpaket.

Hier sieht Thyssenkrupp keine Zukunft

Wenig Zukunft sieht Thyssenkrupp dagegen im Bereich System Engineering, wo der Konzern bei allen wesentlichen Komponenten von Karosserie über Antriebsstrang mit der Automobilindustrie zusammenarbeitet. Die Geschäfte sollen in das Segment Multi Tracks überführt werden. "Für alle Geschäfte, die zukünftig bei Thyssenkrupp in dem Segment Multi Tracks geführt werden, sieht der Konzern keine nachhaltige Zukunftsperspektive mehr innerhalb der Gruppe", teilte der Sprecher mit.

Die Maßnahmen seien notwendig, "um auf Überkapazitäten in einem schrumpfenden Markt zu reagieren". Der Konjunktureinbruch in der Autoindustrie durch die Corona-Krise habe das noch einmal verschärft.

Das macht die Aktie von Thyssenkrupp

Bei den Anlegern kommen die Nachrichten rund um das Wasserstoff-Engagement und die Konzentration auf zukünftiges Wachstum gut an. Die Aktie von Thyssenkrupp +5,13% zählt am Montag im MDAX mit einem Plus von 4,3 Prozent auf 7,77 Euro zu den besten Werten. Die Erholungsrallye, die erst die Marke bei 6 Euro und dann die 90-Tage-Linie durchbrach, kann damit weiterlaufen.

Mit Material von dpaAFX.
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