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Thyssenkrupp: Starkes Quartal – starke Prognose

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Der kriselnde Industriekonzern Thyssenkrupp hat das Steuer gerade noch rechtzeitig herumgerissen. Nach einem überraschend guten Jahresauftakt kann das Management nun zuversichtlicher auf das laufende Geschäftsjahr blicken und hat die Prognose für das Geschäftsjahr 2020/21 erhöht.

Im ersten Quartal konnte Thyssenkrupp operativ 78 Millionen einfahren, nachdem im Vorjahr ein Verlust von 185 Millionen Euro angefallen war. Damit fiel das Ergebnis deutlich besser aus als Analysten mit einem Verlust von knapp 28 Millionen Euro erwarteten. Den Nettoverlust im fortgeführten Geschäft verbesserte sich von 449 Millionen auf 141 Millionen Euro.

Der Umsatz sank im Quartal um vier Prozent auf 7,3 Milliarden Euro. Die steigende Nachfrage bei Industriekomponenten, im Autozuliefergeschäft und im Stahl konnten Rückgänge in anderen Bereichen, unter anderem in der Marinesparte und im Stahlhandel nicht ausgleichen. Das Neugeschäft konnte dagegen zulegen: Die Auftragseingänge stiegen um 6 Prozent auf 7,8 Milliarden Euro.

"Wir spüren Anzeichen einer wirtschaftlichen Erholung und unsere Maßnahmen tragen erste Früchte", kommentierte Vorstandschefin Martina Merz die am Mittwoch in Essen vorgelegten Zahlen zum ersten Quartal. "Noch sind wir aber nicht über den Berg."

Prognose deutlich erhöht

Dennoch geht Thyssenkrupp von sich weiter erholenden Märkten und einer steigenden Nachfrage in den Werkstoffgeschäften sowie bei Komponenten für Pkw und Nutzfahrzeuge aus. Das bereinigte operative Ergebnis soll im laufenden Geschäftsjahr (per Ende September) ausgeglichen ausfallen. Bislang hatte Thyssenkrupp einen operativen Verlust im mittleren dreistelligen Millionenbereich avisiert.

Unter dem Strich rechnet der Konzern aufgrund der hohen Restrukturierungskosten jedoch weiter mit einem hohen Verlust. Dieser soll mit einem hohen dreistelligen Millionenbetrag jedoch niedriger ausfallen als der zuvor prognostizierte Wert von mehr als einer Milliarde. Im Vorjahr war wegen hoher Abschreibungen und Umbaukosten ein Nettoverlust von 5,5 Milliarden Euro aufgelaufen.

Der Umsatz soll 2020/21 im hohen einstelligen Bereich zulegen, jedoch noch deutlich unter dem Niveau vor der Corona-Pandemie bleiben, erläuterte Thyssenkrupp. Bislang wurde ein Plus im niedrigeren bis mittleren Prozentbereich angepeilt.

Das macht die Aktie von Thyssenkrupp

Wenn Quartalszahlen und neue Prognose über den Erwartungen liegen, kann es für die Aktie von Thyssenkrupp -0,04% weiter nach oben gehen. IM vorbörslichen Handel notierte das MDAX-Papier rund 3,8 Prozent im Plus auf 10,42 Euro.

Mit Material von dpaAFX.
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