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Thyssenkrupp & Salzgitter bald die Deutsche Stahl AG?

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Zum zweiten Mal innerhalb von 14 Tagen war die Krise beim Stahl- und Industriekonzern Thyssenkrupp Thema im NRW-Landtag – und der nordrhein-westfälische Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart hat einen ungewöhnlichen Vorschlag:

Pinkwart sieht in der Gründung einer Deutschen Stahl AG eine Chance zur Stabilisierung der Branche. Ein Zusammenschluss der deutschen Hersteller sei eine "ernsthafte Option", sagte der NRW-Wirtschaftsminister. Salzgitter, der zweitgrößte deutsche Stahlhersteller, lehnt ein Zusammengehen mit dem angeschlagenen Branchenführer allerdings ab.

Pinkwart bekräftigte zudem seine Vorbehalte gegen eine von SPD und IG Metall geforderte Beteiligung des Staates an der Stahlsparte von Thyssenkrupp. "Die Landesregierung ist der Auffassung, dass die Probleme des Unternehmens nicht einfach mit einer staatlichen Beteiligung zu lösen sein werden", sagte der FDP-Politiker. Pinkwart verwies dabei auf die Lufthansa. Der Staat sei eingestiegen und trotzdem würden dort Tausende Stellen gestrichen.

Thyssenkrupp hatte in der vergangenen Woche mitgeteilt, dass der Stellenabbau deutlich größer ausfallen soll als bisher geplant. Statt 5000 sollen in den nächsten drei Jahren 11 000 Arbeitsplätze gestrichen werden.

Laut Pinkwart ist der "einzige gangbare Weg" für eine kurzfristige Unterstützung des Unternehmens Geld aus dem Wirtschaftsstabilisierungsfonds. Voraussetzung sei allerdings, "dass das Unternehmen nicht bereits schon vor der Corona-Pandemie sanierungsbedürftig war", betonte der Wirtschaftsminister. Thyssenkrupp hatte unmittelbar vor dem Beginn der Corona-Krise sein Aufzugsgeschäft für mehr als 17 Milliarden Euro verkauft und wollte damit den Konzern sanieren.

Das macht die Aktie von Thyssenkrupp

Die anhaltenden Diskussionen um die Zukunft der Stahlsparte drücken auf die Aktie von Thyssenkrupp +0,82% und lassen die Erholungsbewegung an der 200-Tage-Linie abebben. Auch am Freitag führt das Papier mit einem Minus von 2,6 Prozent die Verliererliste im MDAX an.

Mit Material von dpaAFX.
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