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Trendwende bei K+S?

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
Foto: Shutterstock.com

Nach Jahren hoher Verschuldung erwartet K+S für das Jahr 2022 ein Rekord-Ergebnis. Das machte der Chef des Dünger- und Salzkonzerns, Burkhard Lohr, am Donnerstag auf der Online-Hauptversammlung deutlich. Der Vorstand und der Aufsichtsrat beantworteten 120 Fragen, die die Aktionäre im Vorfeld eingereicht hatten. 

Die Ergebnisse für das erste Quartal 2022 hatte der MDAX-Konzern bereits am gestrigen Mittwoch bekanntgegeben. Zum Jahresstart konnte K+S sein operatives Ergebnis deutlich steigern. Für das laufende Jahr erwartet K+S nun ein EBITDA von 2,3 bis 2,6 Milliarden Euro und damit mehr als doppelt so viel wie im Vorjahr (knapp eine Milliarde Euro).

Hohe Kali-Nachfrage erwartet

Der MDAX-Konzern erwarte erneut eine hohe Kalidünger-Nachfrage im laufenden Jahr, sagte Lohr nun bei der Hauptversammlung. Auch ohne Sanktionen würde die Nachfrage lau Konzernchef auf ein limitiertes Angebot treffen. Die Sanktionen aufgrund des Ukraine-Kriegs sind nicht unbedeutend: Ein Großteil der weltweiten Düngemittel-Produktion stammt aus Russland und Belarus.

Im Jahr 2021 hat der Konzern vor allem von den hohen Kalipreisen und einem guten Geschäft mit Auftausalz profitiert. Deshalb konnte K+S auch Umsatz und Gewinn steigern. 2020 hatte der Konzern wegen hoher Abschreibungen im Kaligeschäft ein Minus von knapp 1,9 Milliarden Euro verbucht.

Genehmigung für Einstapelung in diesem Jahr

Auf der Hauptversammlung bestätigte der Konzernchef auch den Kurs des Unternehmens in Umweltfragen. Die Versenkung von salzhaltigen Produktionswässern sei endgültig beendet worden.

Die Genehmigung für die Einstapelung von Salzwässern unter Tage werde voraussichtlich im Jahresverlauf erteilt. Die von der Weserministerkonferenz beschlossene Verringerung der Salz-Einleitung in die Werra bis Ende 2027 kann der Konzern voraussichtlich einhalten.

K+S steht seit Jahren wegen der Versalzung von Werra und Weser in der Kritik. Für den Konzern hängt die Produktion im hessisch-thüringischen Kalirevier an der Entsorgung von Abwässern. Um die Entsorgung umweltgerecht zu gestalten, setzt das Unternehmen auf Einstapelung und Haldenabdeckung.

Dem hessischen Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), der in diesem Zusammenhang mehrere Klagen gegen K+S führt, gehen die Anstrengungen des Konzerns allerdings weiterhin nicht weit genug.

Das sagen die Analysten

Die Privatbank Berenberg hat die Einstufung für K+S nach Quartalszahlen auf „Hold“ mit einem Kursziel von 22 Euro belassen. Die Kennziffern des Düngemittelkonzerns seien unspektakulär ausgefallen, schrieb Analyst Adrien Tamagno in einer am Donnerstag vorliegenden Studie.

Die US-Bank JPMorgan beließ K+S auf „Overweight“ mit einem Kursziel von 44,50 Euro. Gegenüber den Hochs im vergangenen Monat nach der deutlichen Anhebung der Jahresziele habe die Aktie des Salz- und Düngerherstellers um 17 Prozent nachgegeben, schrieb Analyst Chetan Udeshi in einer am Donnerstag vorliegenden Studie. Angesichts der weiter günstigen Angebots- und Preisaussichten rate er deshalb zum Kauf.

Morgen Stanley hatte das Kursziel bereits gestern Abend auf von 20,50 Euro auf 26,50 Euro angehoben.

Das macht die Aktie

Am Morgen stieg die Aktie von K+S +2,28% zunächst auf 29,30 Euro. Im Tagesverlauf kann sie den Gewinn jedoch nicht halten und sinkt am Nachmittag zeitweise unter 28 Euro.

6-Monats-Chart K+S (in Euro)
(Mit Material von dpa-AFX)
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