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TUI: Erfahrene Krisenmanager? Aktienkurs spricht andere Sprache!

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

TUI startete verheißungsvoll ins neue Geschäftsjahr – doch dann kam die Viruskrise. Seit Februar hat die TUI-Aktie rund 50 Prozent verloren. In einem Interview gibt sich TUI-Vorstand Joussen dennoch zuversichtlich.

„Wie das Jahr wird, wissen wir nicht.“

TUI-Chef Fritz Joussen richtet die Kunden und Mitarbeiter des weltgrößten Touristikkonzerns auf möglicherweise länger anhaltende Folgen der Coronakrise ein. "Wir waren sehr stark gestartet ins Jahr. Dieser Vorsprung schmilzt im Augenblick ab", sagte der Manager am Dienstag.

Nach dem Plus von 14 Prozent bei den Sommerbuchungen und der Erwartung eines "Boom-Jahres" nach der Insolvenz des Rivalen Thomas Cook sehe man die Lage heute mit gemischten Gefühlen: "Wie das Jahr wird, wissen wir nicht."

Der Vorstandschef betonte, man müsse einzelne Geschäftsbereiche unterscheiden. "Es sind Zweige besonders betroffen, wo kurzfristige Entscheidungen getroffen werden. Insofern sind wir weniger betroffen als Fluggesellschaften, die im Linienflug sind." Etliche Kunden würden wohl an mittelfristig orientierten Urlaubsplänen festhalten.

Ein besonderes Augenmerk liege auf der "besonders sensiblen" Kreuzfahrtsparte, sagte Joussen. Andererseits seien die Buchungszyklen auch hier relativ lang. Man habe gerade ein Schiff aus Fernost zurückgeholt. Aber dies sei bisher ein Einzelfall.

Coronakrise weniger schlimm als Boeing-Problem

Die Coronakrise zwinge "selbstverständlich" zu Sparmaßnahmen. "In so einer Krise ist es wichtig, das Geld zusammenzuhalten", erklärte Joussen. Es werden Investitionen zurückgestellt und Kapazitäten zurückgefahren. Allgemein werde TUI das aber gut verkraften, schätzt Joussen. "Wir sind nicht unerfahren im Management von Krisen", sagte er mit Blick auf die Weltwirtschaftskrise 2009, Vulkan-Aschewolken oder den SARS-Virus.

Schwierig bleibt für TUI auch das Flugverbot für den Unglücksflieger Boeing 737 Max. Man sei mit dem US-Hersteller in Kontakt. "Wir gucken, wann die Zulassung wieder läuft", sagte Joussen. "Es sieht so aus, dass sie irgendwann kommen wird dieses Jahr." Verglichen mit den Herausforderungen durch das neue Coronavirus sei der Verzicht auf die Flugzeuge derzeit aber nachrangig.

Das macht die TUI-Aktie

Die TUI-Aktie +23,10% zählt zu den großen Verlierern im Rahmen der Coronakrise. Seit dem Hoch Anfang Februar hat die Aktie rund 50 Prozent verloren. TUI ist damit wieder voll im Abwärtstrend gefangen – auch wenn das Papier heute mit einem Plus von acht Prozent einen Erholungsversuch startet.

Charttechnisch würde die Aktie jedoch erst wieder Halt finden, wenn der Widerstand im Bereich von acht Euro wieder erklommen wird. Die 200-Tage-Linie liegt bei 9,93 Euro und damit weit entfernt vom aktuellen Kurs von 5,95 Euro.

Mit Material von dpaAFX.
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